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- Infoabend zum Quereinstieg als Heilerziehungspfleger
Wer sich beruflich neu orientieren möchte und in Zukunft mit Menschen arbeiten will, bekommt im März eine besondere Gelegenheit: Am Dienstag, 24. März 2026, laden die Rummelsberger Diakonie und der Standort Auhof zu einem Infoabend rund um Ausbildung und Quereinstieg in die Heilerziehungspflege ein. Die Veranstaltung findet von 18 bis 20 Uhr im Zentralgebäude am Auhofer Weg in Hilpoltstein statt und richtet sich an alle, die sich für einen sozialen Beruf interessieren oder über einen beruflichen Neustart nachdenken. Arbeit mit Sinn Die Arbeit in der Heilerziehungspflege bedeutet vor allem eines: Menschen mit Behinderung im Alltag zu begleiten, zu unterstützen und Teilhabe zu ermöglichen. Für viele Fachkräfte ist genau diese Nähe zu den Menschen der Grund, warum sie ihren Beruf als besonders erfüllend erleben. Gleichzeitig wächst der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden stetig – weshalb auch der Quereinstieg zunehmend an Bedeutung gewinnt. Beim Infoabend erhalten Interessierte einen umfassenden Einblick in das Berufsfeld und die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten. Mitarbeitende der Einrichtung stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung und beantworten Fragen rund um Ausbildung, Voraussetzungen und Arbeitsalltag. Dabei wird auch erläutert, welche Wege in den Beruf führen können – etwa über eine klassische Ausbildung oder über einen Quereinstieg mit entsprechender Qualifizierung. Ein weiterer wichtiger Punkt des Abends sind die Rahmenbedingungen. Schon während der Ausbildung können angehende Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger mit einem Einstiegsgehalt ab 3.015 Euro in Vollzeit rechnen; nach erfolgreichem Abschluss steigt das Gehalt auf mindestens 3.948 Euro zuzüglich möglicher Zulagen. Auch Teilzeitmodelle sind möglich, sodass sich Ausbildung und persönliche Lebenssituation gut miteinander vereinbaren lassen. Zudem besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit. Der Infoabend soll vor allem eines zeigen: Ein sozialer Beruf ist nicht nur sinnstiftend, sondern bietet auch verlässliche Perspektiven. Gerade Menschen, die sich beruflich verändern möchten oder nach einer neuen Aufgabe suchen, können in der Heilerziehungspflege einen Weg finden, ihre eigenen Stärken einzubringen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Weitere Informationen gibt es direkt vor Ort beim Infoabend am 24. März – eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstalter freuen sich über alle Interessierten, die den Beruf und die Möglichkeiten am Auhof kennenlernen möchten.
- Neues Seminar- und Service-Heft des Kreisjugendrings Roth erschienen
Das neue Seminar- und Service-Heft des Kreisjugendrings Roth ist da. Als Partner des Bildungsbüros bringt der KJR auch in diesem Jahr wieder eine kompakte und praxisnahe Übersicht über Fortbildungen, Beratungsangebote und Serviceleistungen für die Jugendarbeit im Landkreis auf den Weg. Das Heft bündelt Seminare, Workshops und Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche, pädagogische Fachkräfte, Vereine, Verbände und alle, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren. Inhaltlich reicht das Spektrum von Medienpädagogik und Prävention über Demokratiebildung bis hin zu Gesundheitsthemen. Ergänzt wird das Angebot durch hilfreiche Informationen zu Materialien, Ansprechpartnern und Unterstützungsmöglichkeiten. Damit versteht sich das Seminar- und Service-Heft nicht nur als Veranstaltungsprogramm, sondern als Arbeitsgrundlage und Ideengeber für die Praxis vor Ort. Ob neue Impulse gesucht werden, eine Juleica-Verlängerung ansteht oder konkrete fachliche Fragen im Raum stehen – ein Blick ins Heft lohnt sich. Das aktuelle Seminar- und Service-Heft steht online zur Verfügung und kann kostenfrei heruntergeladen werden. Viel Freude beim Entdecken der Angebote und beim Weiterentwickeln der Jugendarbeit im Landkreis Roth.
- Projekt Judaica – Ein Einblick in jüdisches Leben am Gymnasium Hilpoltstein
Geschichte steht nicht nur in Büchern – manchmal liegt sie direkt vor uns auf dem Tisch. Genau das zeigte der Judaica-Workshop der neunten Klassen. Dank des Bildungsbüros Landkreis Roth und des Freundeskreises Gymnasium Hilpoltstein e.V besuchten am 3. Februar 2026 die Jüdin Sarah und der Jude Igor der Europäischen Janusz Korczak Akademie das Gymnasium Hilpoltstein und hatten einige spannende Aktionen im Gepäck. Jüdische Alltagsgegenstände aus der Schatztruhe Judaica Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnte es auch schon losgehen. Neugierig wurden die auf einigen Tischen ausgebreiteten jüdischen Alltagsgegenstände von Schülerinnen und Schülern bestaunt. In kleinen Gruppen suchte sich jeder einen davon aus, zu dessen Bedeutung dann recherchiert wurde. Jede Gruppe stellte ihre Ergebnisse zu den Punkten Name, Verwendung und Vergleich zu Christlichem vor. Vom Hawdala-Set, welches zum Ausklingen des Sabbats dient, über die den meisten bekannten Kopfbedeckung Kippa bis hin zur Purim-Ratsche, die zum Übertönen des Namens eines jüdischen Verräters genutzt wird, war alles dabei. Um zu testen, ob alle gut aufgepasst hatten, wurde ein Kahoot gespielt. Die Gewinner wurden mit jüdischen Buchstabenkeksen belohnt. Doch auch für die anderen sollte es bald etwas zu probieren geben. In kleinen Becherchen durfte koscherer Traubensaft getrunken und das ungesäuerte Brot Mazze probiert werden. Eine der besten Einblicke in eine Kultur ist ja bekanntlich das Essen. Ein Workshop mit nachhaltiger Wirkung Nach einem bis dahin geführten Programm ging es in eine offene Fragerunde. Sowohl persönliche als auch allgemeingehaltene Fragen wurden gestellt und beantwortet. Dank dieses erfolgreichen Workshops konnten alle Teilnehmenden einen umfangreichen Einblick in die jüdische Religion und Kultur bekommen. Da man sich in dieser Klassenstufe in unterschiedlichen Fächern mit dem Judentum beschäftigt, konnten so wertvolle, praktische Erfahrungen gesammelt werden. Fest steht: Der Workshop war ein voller Erfolg!
- Bildungspolitik: Auf oberster Ebene mitreden und gestalten
Landrat Ben Schwarz wurde in einen Fachausschuss des Bündnisses für Bildung berufen – der tagte kürzlich in Lauf Roth. Deutschland zählt fast 300 Landkreise. Doch nur einer ist im Fachausschuss „Moderne Lernräume“ des Bündnisses für Bildung vertreten. Und zwar in Person von Ben Schwarz. Dessen Berufung in den honorablen Kreis erfolgte bei einer Arbeitssitzung des Gremiums in Lauf, bei der es vor allem um eines ging: Die Schule und die Lern- und Bildungsräume der Zukunft. Der Ort des Treffens war nicht zufällig gewählt. Vier Jahre lang wurde die Bertleinschule in Lauf kernsaniert, die Schülerinnen und Schüler mussten zeitweise in Container umziehen. Dennoch betont Rektorin Martina Brix, dass das „das Beste war, was wir machen konnten“. Im Raum gestanden hatte ein Neubau auf der grünen Wiese, in dem die Klassenzimmer aufgrund der Vorgaben deutlich kleiner geworden wären. Während das Gebäude von der Straße aus 1970er-Jahre Charme versprüht, ist es im Inneren eine Offenbarung: Hell, freundlich, einladend, viel Holz, dezente Kunst an den Wänden. Keine Frage, die zweitägige Fachtagung begann mit einem optischen Wow-Effekt. Handlungsempfehlungen aus der Praxis Für einen der anderen Art sorgten wenig später Joachim Schnabel, fachlicher Leiter des Schulamts im Landkreis Nürnberger Land, sowie Ulrike Hölzel, Rektorin der Grete-Schickedanz-Grundschule Hersbruck. Die beiden räumten eindrucksvoll mit dem Vorurteil auf, das manchem Arbeitskreis anhaftet. Obwohl erst vor sechs Monaten eingesetzt, hat der schon eine Menge „gerissen“ – vor allem: in Erfahrung gebracht. Denn genau das ist essentiell für dessen Mission, die als erstes Ziel hat, der Politik Handlungsempfehlungen zu geben. Und zwar direkt an Bundesbildungsministerin Karin Prien. Zweite Anforderung: Einen Leitfaden für Schulträger, Schulaufsichten und Schulleitungen entwickeln, was ein Lernraum heute und morgen vorhalten und bieten muss, was es braucht und was nicht, kurzum: Was schafft ein Umfeld, in dem junge Menschen motiviert werden, zu lernen, nach- und zu hinterfragen, zu entdecken, sich bilden zu wollen, zu arbeiten oder zu durchdringen. „Wir wollen Veränderung schaffen und Wirksamkeit erreichen“, umriss Dr. Christian Hilz das Zielfoto des Fachausschusses, der dem – nach Meinung aller Beteiligter am Ende – ein gutes Stück näher gekommen war. Der Gredinger Unternehmer hatte als „Vertreter des Handwerks“ kurzerhand die Begrüßung übernommen, weil sich die Bündnis-für-Bildung-Vertreter verspäteten. Hilz wies auf einen Kern-Faktor der Überschrift und des Prozesses hin. „Es geht ums Durchdenken des gesamten Prozesses und des Lern- und Bildungsraumes in Schulen.“ In Workshops genau hingeschaut Das sollte sich insbesondere in den Workshops zeigen, die später drei zentrale Bereiche zum Thema hatten. Der erste: Wie schaffen wir technisch wirksame Räume? Was versprechen sich Lehrer, Seminarleiter und Schüler davon? Dazu sollten später Schlagworte wie Akustik, Licht oder digitale Ausstattung zählen. Teil zwei: Wie sieht zeitgemäße Gestaltung von Lern- und Bildungsräumen aus? Antwort (in Auszügen): Ruhe- und Aktivzonen, Flexibilität, ansprechende Ästhetik, gute Farbgebung. Und nicht zuletzt: Was braucht es, um ein pädagogisches Konzept einer kompetenzorientierten Lernkultur umzusetzen? Landrat Ben Schwarz, Schulamtsdirektor Joachim Schnabel und Dr. Christian Hilz Denn in einem waren sich alle der knapp 50 Teilnehmer einig. Die Räume müssen der Pädagogik folgen und nicht anders herum. Joachim Schnabel fasste das so zusammen: „Der Raum ist der dritte Pädagoge.“ Und: „Die Kinder haben das Beste verdient.“ Landrat Ben Schwarz, der sich über die Berufung in den Fachausschuss sichtlich freute, unterstrich dies. Bildung sei „die größte Chance, über die wir verfügen.“ In der Mitarbeit im Fachausschuss sieht er „eine große Chance zur Mitgestaltung und zeigt, dass die Stimmen an der Basis gehört werden.“ Sein Nürnberger Land-Amtskollege Armin Kroder betonte, dass „wir Schulen nicht für uns bauen, sondern für die Zukunft“ und versprach, Ideen und Empfehlungen des Fachausschusses weiter zu verfolgen. „Hier sind Menschen am Werk, die genau wissen, wovon sie sprechen.“ Dass sie sich mit ihren Expertisen einbringen, „ist einfach super“. Dr. Christian Büttner, Geschäftsführer des Forschungsinstitut Bildung Digital (FoBiD) und seit Dezember 2017 Vorsitzender des Bündnisses für Bildung, war baff-erstaunt, als er die große Teilnehmerrunde sah und bezeichnete die Resonanz als „überwältigend“. Das Bündnis mit seinen rund 160 Mitgliedern von Kommunen bis Unternehmen lege großen Wert auf seine Unabhängigkeit und Neutralität, betonte er. Genau das wiederum verleihe seinen Worten und Einschätzungen Gewicht. Umso wichtiger seien Arbeitstreffen wie das in Lauf, die „auf die Basis hören und die Praxis zusammenfassen“. Mit Ben Schwarz und Armin Kroder war er sich einig: „Nur das bringt uns im Sinne der Kinder und Lehrer weiter.“ Denn zu oft werde vergessen, wie wichtig gesunde, motivierte Pädagogen und Schüler sind, die sich in der Schule als Lern- und Lebensraum wohlfühlen. Joachim Schnabel griff diesen Gedanken auf. Wer in Räumen mit Geräuschpegeln wie einer Bahnhofshalle unterrichten und zugleich unterschiedlichste Leistungsniveaus und Bedürfnisse unter einen Hut bringen solle, müsse früher oder später scheitern – egal, wie fachlich gut, gesund oder engagiert er oder sie ist. Ben Schwarz brachte einen weiteren herausfordernden Faktor ein: Noch nie seien Klassen so „bunt gemischt“ gewesen wie heute. „In mancher 1 b oder 2 c sind mehr Nationalitäten vertreten als in einem an der Börse datierten deutschen Konzern.“ Christian Büttner, der viele Jahre in Nürnberg tätig war – unter anderem im Referat Schule und Sport der Stadt sowie als Direktor des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie, war von den Räumlichkeiten in Lauf ebenso beeindruckt wie die anderen, aus ganz Deutschland angereisten Gäste, die an Tag zwei noch das Innovationsklassenzimmer an der Mittelschule in Schnaittach besuchten. Welch hohen Stellenwert das Bündnis, aber auch Ausschuss und Veranstaltung genossen, zeigte auch die Anwesenheit von Günther Schuster, Leiter des Bereichs „Schulen“ bei der Regierung von Mittelfranken. "Räume neu denken" Seit der Wiedereröffnung im Herbst 2023 sind in der Bertleinschule neue Lernräume in sonst brach liegenden Teilen des Gebäudes, wie auf dem Flur und in der Aula erschlossen worden. Die meisten Klassenzimmer erlauben einen Blick „ins innere Außen“, so dass Lehrer ihre Schützlinge aufteilen können und trotzdem alles im Blick haben. Für Joachim Schnabel ist das Konzept ein Musterbeispiel dafür, was in Bestandsgebäuden entwickelt werden kann. Noch einmal Ben Schwarz: „Wir müssen mit denen arbeiten und über doppelte Nutzungsmöglichkeiten nachdenken.“ Es sei weder nachhaltig noch ökologisch oder ökonomisch sinnvoll, für jeden Bedarf von für die Betreuung von 7 bis 16.30 Uhr an jedem Ort einen neuen Hort zu bauen. „Räume neu denken“, sei das Schlagwort, das wiederum Joachim Schnabel nur allzu gerne unterstrich. Und nicht nur er…
- Mach den VOTO - Wahlcheck!
Am 08. März 2026 wird in Bayern gewählt. Insbesondere auf kommunaler Ebene geht es um Themen, die junge Menschen unmittelbar betreffen: Freizeitangebote, Mobilität, Umwelt, Wohnen oder soziale Unterstützung. Damit Jugendliche und junge Erwachsene sich schnell, verständlich und unabhängig informieren können, steht in Mittelfranken erstmals VOTO – mein Wahlcheck zur Verfügung. Was macht VOTO – mein Wahlcheck besonders? VOTO – mein Wahlcheck ist eine unabhängige digitale Wahlhilfe für die Kommunalwahl. Circa 30 kurze Thesen zu zentralen lokalen Themen werden beantwortet. Anschließend zeigt das Tool, wie die eigenen Positionen zu denen den Parteien vor Ort passen. Ein klarer, direkter Überblick. Warum VOTO – mein Wahlcheck nutzen? Kommunalpolitik entscheidet über vieles, was den Alltag junger Menschen prägt. Das Tool bietet einen einfachen Einstieg und macht politische Unterschiede sichtbar. Rund 70 % der Nutzer*innen informieren sich nach dem Wahlcheck weiter über die Wahl. VOTO – mein Wahlcheck stärkt politische Bildung, kritisches Denken und selbstbestimmte Entscheidungen. Wie gut ist der Landkreis Roth vertreten? Alle Parteien und Ortsverbände im Landkreis Roth wurden eingeladen, sich zu beteiligen und die meisten haben diese Chance genutzt. In 14 von 16 Gemeinden steht VOTO – mein Wahlcheck zur Verfügung. Das ermöglicht einen besonders umfassenden Blick auf die lokalen Positionen. So unkompliziert funktioniert die Anwendung Über den Link zur jeweiligen Gemeinde https://www.landratsamt-roth.de/kjr/voto-mein-wahlcheck Thesen bewerten Ergebnis ansehen und die Positionen der Parteien vergleichen Die Parteien konnten außerdem zu jeder These Stellung beziehen. Diese Antworten sind in der Auswertung sichtbar und helfen, politische Unterschiede noch besser zu verstehen. Gefördert wird das Projekt vom Bezirksjugendring Mittelfranken und Demokratie leben!
- FACHTAG: DIE SCHULE VON MORGEN
In der Hilpoltsteiner Residenz überlegten Fachleute und Interessierte, wie Lernen in der Zukunft aussehen kann. Hilpoltstein/Roth . Es ist ein Satz gewesen, der wie ein Weckruf durch die prachtvollen Räume der Residenz Hilpoltstein hallte: „Eigentlich halte ich mich im Klassenzimmer am wenigsten gerne auf“, gestand ein Gymnasiums-Schülersprecher offen. Eine Aussage, die – unbedarft und spontan in einer Gesprächsrunde getätigt –punktgenau den Kern des Fachtags unter dem Titel „Schule als Lern- und Lebensraum“ traf. Nicht die einzige Idee des Tages. Rund 70 Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe und Verwaltung sowie Interessierte waren zusammengekommen, um eine Institution kritisch zu beleuchten, die im Alltag oft noch zu sehr ein funktionaler Lernort und zu wenig als inspirierender und motivierender Lebensraum ist. Dass sich etwas ändern muss, darüber herrschte unter Experten, Lehrkräften und politisch Verantwortlichen Konsens. Landrat Ben Schwarz brachte die strategische Bedeutung im Podiumsgespräch auf den Punkt: „Bildung ist unsere wichtigste Ressource. Wenn die Umgebung nicht passt, wie soll dann das Miteinander funktionieren?“ Es gelte, den Kindern und Jugendlichen das beste Rüstzeug mitzugeben. Dazu müsse man bereit sein, das Thema so umfänglich zu sehen, wie es ist. „In Grundschulklassen werden mehr Fremdsprachen gesprochen als in manchem DAX-Konzern.“ Hinzu komme, dass die jungen Menschen immer mehr Zeit in Schulhäusern verbringen würden, es ginge um nichts Geringeres als die Gestaltung von Lebensbereichen. Er brach eine Lanze für offenes Denken. „Ein ,früher war alles besser‘ können wir uns in der Bildung nicht leisten.“ Wie sich das Verständnis von Schularchitektur schon gewandelt hat, zeigte Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp: Er zeichnete er die Entwicklung der vergangenen 15 Jahre nach – weg von der starren „Flurschule“ hin zu unterschiedlich ausgestalteten Lernlandschaften. Auf großes Interesse trafen seine Erkenntnisse aus der Praxis. Auch Raumgestaltung unterliege einem Lerneffekt, betonte er. Manches habe sich bewährt, anderes weniger. Stück für Stück hätten sich auch Planer und Teams an gute Lösungen heranarbeiten müssen. Dennoch ist in vielen Schulen die Realität ernüchternd. Dr. Christian Hilz, Mit-Ideengeber und Initiator eines Innovationsklassenzimmers, das genau diese Ansätze umsetzt und als Prototyp in Schnaittach steht, mahnte mit Blick auf die Gesundheit aller Beteiligten: „Im Sinne aller Lehrenden und Schülerinnen und Schüler müssen wir dringend an der Gestaltung der Lern- und Lebensräume arbeiten!“ Der Gredinger Unternehmer untermauerte seine Forderung mit dem Hinweis auf die oft unterschätzte Lärmbelastung. Studien belegen, dass der Schallpegel in schlecht gestalteten Klassenzimmern regelmäßig Werte wie in einer voll besetzten Bahnhofshalle erreicht – eine Belastung, die das Stresslevel messbar erhöht, das Lernen verhindert und langfristig die Gesundheit gefährdet. Trotz der spürbaren Last und des Drucks, unter dem viele Schulleitungen und Schulfamilien stehen, war die Stimmung in der Residenz von einer großen Portion Optimismus geprägt. Schulamtsleiterin Antje Döllinger versuchte, die Komplexität der Aufgabe herunterzubrechen: „Lassen Sie uns im Kleinen beginnen.“ Auch Johanna Etzold, eigens aus Berlin angereiste Referentin, zeigte sich beeindruckt von der Energie vor Ort: „Ich freue mich zu sehen, wie motiviert hier an diese Aufgaben herangegangen wird.“ Im Verlauf des Tages verlagerte sich das Geschehen aus dem Plenum in insgesamt neun Workshops. Hier wurde deutlich: Der Landkreis Roth und die Stadt Schwabach sind in dem Transformationsprozess kein unbeschriebenes Blatt. Viele Schulen haben bereits innovative Wege eingeschlagen, sei es durch flexible Raumkonzepte, partizipative Projekte oder neue pädagogische Ansätze. Doch im Austausch wurde auch klar: viele Beteiligte kämpfen mit ähnlichen Hürden. „Es ist gut zu hören, dass man mit seinen Schwierigkeiten nicht alleine ist“, resümierte eine Teilnehmerin sichtlich erleichtert. Am Ende des intensiven Tages, den Bildungsbüro, Jugendamt sowie die Schulämter Landkreis Roth und Stadt Schwabach gemeinsam angeboten hatten - verließen die Teilnehmenden die Residenz mit zahlreichen Impulsen, die weit über bauliche Maßnahmen hinausgingen. Auch die Menschen hinter dem System waren im Blick. Die Förderung der Resilienz im Kollegium und eine moderne Elternarbeit wurden als tragende Säulen identifiziert, um Schule zu einem gesunden und gemeinschaftlichen Ort zu machen. Mit diesem „positiven Schwung“ und vielen konkreten Ideen für Themen wie Partizipation, Demokratie, Wertebildung und soziale Schulentwicklung im Gepäck kehrten die Fachkräfte in ihren Alltag zurück – mit dem klaren Ziel, dass das Klassenzimmer bald nicht mehr der Ort ist, an dem man sich am wenigsten gerne aufhält.
- Beeindruckende Bildungslandschaft: Delegation aus Luxemburg zeigt sich vom Gymnasium und den Lernorten dahinter beeindruckt
Roth als abschließender Höhepunkt? Eine Rolle, die so nicht geplant war, der Landkreis aber umso lieber annahm. Einige Tage nämlich war eine gemischte Delegation aus Luxemburg und den Schulentwicklern der Lernlandschaftin der Region unterwegs, um sich Inspiration zu holen. Und die gab es im Gymnasium Roth. Baulich, vor allem aber auch inhaltlich. Roth war die letzte der Stationen, die die Lernlandschaft den sechs Besuchern aus dem Nachbarland in drei Tagen zeigen wollte. Zuvor standen eine Grund- und Mittelschule in der Oberpfalz, ein Gymnasium in Schwaben sowie eine zur „Lebenswerkstatt“ umdeklinierte Grund- und Mittelschule im westlichen Franken auf der Liste. Aus allen sogen die Lehrer und Betreuer wertvolle Erkenntnisse, wie Delegationsmitglied Lucie Waltzer betonte. Neben den Blick in Räume und Lernlandschaft(en) selber – gerade auch diesbezüglich konnte das sanierte Rother Haus glänzen – ging es ihr und ihren Kollegen darum, Informationen aus erster Hand zu sammeln, wie Bildung auf den verschiedenen Ebenen organisiert ist und wird. Dem Team um Lernlandschaft-Erfinderin Karin Doberer war daraufhin prompt das Bildungsbüro des Landkreises Roth eingefallen – ein Solitär in der Region, den sie den Gästen unbedingt präsentieren wollte. Bildungskoordinatorin Christine Waitz gab Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte, Einblicke in ihren Arbeitsalltag sowie Aufgabenbereich. Sie machte deutlich: Beim Bildungsbüro, das sie sich mit Lorena Fares teilt, handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Landkreises. „Keine Selbstverständlichkeit“, betonte sie. Seit Gründung im Herbst 2023 habe sich jedoch deutlich gezeigt, welchen unverzichtbaren Beitrag die Stelle leistet. An zahlreichen Schnittstellen und bei unterschiedlichsten Anlässen sei der Bedarf sichtbar geworden. Dem pflichtete Landrat Ben Schwarz bei: „Wir müssen Bildung neu denken“, sagte er mit Hinweis auf die sich verändernde Gesellschaft, die immer heterogener werde. Hinzu komme, dass Kinder und Jugendliche – Stichwort Ganztagsbetreuung – immer mehr Zeit in der Schule verbringen würden. „Das stellt uns vor ganz neue Herausforderungen.“ Zumal der Anspruch sein müsse, niemanden „unterwegs“ zu verlieren. „Das können wir uns schlicht nicht leisten.“ Landrat Ben Schwarz Das Gymnasium Roth sei seiner Meinung nach ein gelungenes Beispiel für eine Lernlandschaft. Bewährt habe sich, dass die Schulfamilie schon in Vorüberlegungen und Planungen einbezogen war. Beim Rundgang, den Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp führte, zeigte sich, wie sehr die Jugendlichen die Möglichkeiten nutzen. Die einen lernten auf dem Sofa, die anderen diskutierten angeregt auf Barhockern, wieder andere erledigten schriftliche Aufgaben am Schreibtisch. Positiv fiel der Geräuschpegel auf beziehungsweise dessen geringes Niveau. Was keine Momentaufnahme sei, wie Direktorin Dr. Susanne Kleinöder-Strobel betonte. Sie berichtete zudem, dass die Schülerinnen und Schüler „ihr“ Mobiliar sehr pfleglich behandeln würden. „Wir sind noch in der Findungsphase“, sagte sie zu den nun seit knapp zwei Jahren bestehenden Gegebenheiten. „Das geht nicht von jetzt auf gleich.“ Die Möglichkeiten zur Individualisierung seien großartig. Auch Kleinöder-Strobel sah in der gemeinsam erarbeiteten Konzeption einen entscheidenden Faktor. „Wir sind froh, dass wir gefragt wurden, was wir wollen.“ Luxemburg befindet sich gerade, was den Bereich Bildung anbelangt, im Aufbruch, erläuterte Lucie Waltzer von der Delegation des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend. „Wir wollen gestalten und das gut“, sagte sie im Namen der Arbeitsgruppe, die bewusst den Kontakt zu Bayern und ländlichen Strukturen gesucht hatte. Trotz aller Unterschiede zeigte sich, dass viele Fragestellungen in beiden Ländern ähnlich sind oder waren. So verzeichne Luxemburg viele Einpendler, auch Migration und die von Ben Schwarz angesprochene Heterogenität sei ein Thema, zumal in Kombination mit den vielen Stunden, die die Kinder „nicht zu Hause“ verbringen würden. Dadurch würden beispielsweise Rückzugsorte, Sprachförderung, Lernen im sozialen Miteinander sowie Inklusion aller Kinder große Bedeutung gewinnen. Die Erläuterungen von Lucie Waltzer bestätigten den Landrat in seiner Problemanalyse. Zum einen mache die Definition, dass Bildung Ländersache sei, vieles nicht einfacher. Zum anderen sei die Konstellation in Bayern, zwei verschiedene Ministerien (Kultus und Sozial) in Sachen „Ganztag“ am Start zu haben, „unglücklich“ – ein Umstand, den Luxemburg vor einigen Jahren abgeschafft hat. Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp (2. v.l.) führte über den Schulcampus „Wo wir Einfluss nehmen können auf die Gestaltung des Lernumfelds tun wir das“, beteuerte Schwarz, der Rolle und Aufgaben des Landkreises im Bildungssystem erklärte. „Das kennen auch viele Menschen bei uns nicht.“ Während Grund- und Mittelschulen bei Städten und Gemeinden angesiedelt seien, stünde der Kreis für Gymnasien, Real-, Förder- und Berufsschulen in der Pflicht. Allerdings auch „nur“ als Träger, „bedeutet Gebäude, Hausmeister, Reinigung…“. Das Personal, sprich die Lehrer, wiederum steuere der Freistaat bei. Das Stichwort Einflussnahme brachte ihn zurück zum Bildungsbüro, das er unter anderem als „Vernetzungsklebstoff“ sieht, das den Austausch relevanter Einrichtungen und Akteure anstößt, entwickelt und moderiert. Alles, unter dem übergeordneten Ziel, Bildung weiter zu optimieren. Dafür gibt es unter anderem das Steuergremium Bildung und den Bildungsbeirat. Beide wurden 2023 im Zuge der Etablierung des Bildungsbüros neu ins Leben gerufen, sie haben die Arbeitskreise, die es zuvor unter dem „Dach Bildung“ gab, abgelöst und deren ehemalige Mitglieder in die neue Gremienstruktur aufgenommen. Teils, weil deren ursprünglicher Auftrag bereits erledigt war, teils, weil sie trotz guter Startphasen und Impulsen in eine Art Schlummermodus verfallen waren. Nachfragen gab es auch zum Bildungsmonitoring. Ob nur Erwachsene befragt würden oder auch Kinder und Jugendliche? Lorena Fares, deren Stelle über das Programm „Bildungskommunen“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, berichtete von einer Bedarfsanalyse, die im Kontext des „Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz ab 2026/27“ initiiert wurde. Sie nahm die Anregung der Gäste, die auch die Meinungen von Schülerinnen und Schüler abfragen, gerne auf. Zumal sich „ihre“ Datenbank zudem auf Feedback der Veranstaltungen stütze, die meist auch eher Eltern seien. Das habe allerdings nicht nur praktische, sondern auch datenschutzrechtliche Gründe, relativierte sie. Lernlandschaft-Geschäftsführerin Karin Doberer und Lucie Waltzer waren sich einig, dass die Stimmen von Kindern und Jugendlichen sehr wichtig seien. Beide ermutigten, diese auf andere, moderne Methoden einzuholen. „Es muss nicht immer der klassische Feedbackbogen sein.“ Ein Impuls, den Christine Waitz und Lorena Fares schon lange üben, praktizieren sie doch beinahe täglich den Spagat zwischen bewährten Methoden und neuen Wegen. Wichtig ist ihnen, für die eigene Arbeit und Projekte Ideen und Impulse mitzunehmen, anderen aber auch immer etwas mitzugeben. Das gilt insbesondere für die Gremienarbeit, aber auch für jedes Gespräch und jede Kooperation. „Das ist uns eine Herzensangelegenheit“, betont Waitz. Eine, die nun den Weg nach Luxemburg gefunden hat.
- Berufsorientierung für Schüler und Eltern – Einladung zu Veranstaltungen der Unternehmerfabrik
Eltern spielen eine entscheidende Rolle, wenn es um die berufliche Zukunft ihrer Kinder geht. Orientierung geben, Möglichkeiten aufzeigen und den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium aktiv begleiten. Weil das eine nicht zu unterschätzende Aufgabe ist, unterstützt die Unternehmerfabrik Eltern, Schülerinnen und Schüler mit einem vielseitigen Veranstaltungsangebot. Den Auftakt bildet ein digitaler Elternabend , der einen kompakten Überblick über Wege nach der Schule, regionale Chancen und spannende Berufsperspektiven bietet. Eltern und Jugendliche erhalten wertvolle Informationen zu Ausbildung, dualem Studium und weiteren Anschlussmöglichkeiten – praxisnah und verständlich aufbereitet. Digitaler Elternabend „Schule geschafft – was jetzt?“ 📅 03. Februar 🕖 19:00 Uhr💻 Online-Zugang ab 18:30 Uhr unter: www.ausbildung-roth.de/elternabend Auf Berufsmessen kennenlernen und Kontakte knüpfen Darüber hinaus laden zahlreiche Präsenzveranstaltungen im Landkreis Roth und in der Stadt Schwabach dazu ein, Berufe und Unternehmen direkt kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und konkrete Perspektiven zu entwickeln. Auswahl an kommenden Veranstaltungen: Hilpoltsteiner Lehrstellenbörse – 14. März | ab 9:00 Uhr | Stadthalle Hilpoltstein Berufemarkt Wendelstein – 21. März | ab 9:00 Uhr | Hans-Seufert-Halle Sozialarena – 20. Mai | ab 15:30 Uhr | Kulturfabrik Nacht der Ausbildung – 09. Oktober | ab 15:00 Uhr | Rother Stadtgebiet Spalter Azubinacht – Ende Juni / Anfang Juli | HopfenBierGut Spalt Shop your future – 27. & 28. Februar | ab 9:30 Uhr | ORO Schwabach Azubi-Speed-Dating – 26. September | ab 9:00 Uhr | Markgrafensaal Gut zu wissen: Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und ohne Anmeldung. Regionale Unternehmen stellen eine Vielzahl an Berufen vor und informieren zu Ausbildung und dualem Studium. Zudem ergeben sich oft direkte Möglichkeiten für Praktika oder Schnuppertage. 👉 Alle Termine und weitere Informationen finden Sie unter: www.ausbildung-roth.de/events
- Schulübergreifende Elternabende geben Orientierung im digitalen Familienalltag
Das Bildungsbüro Landkreis Roth, der Kreisjugendring und das Evangelische Bildungswerk Roth-Schwabach laden auch 2026 wieder zu vier schulübergreifenden Elternabenden ein. Die kostenfreie Veranstaltungsreihe richtet sich an Mütter und Väter, die sich in der digitalen Lebenswelt ihrer Kinder mehr Sicherheit, Orientierung und fachlichen Rat wünschen. Die Notwendigkeit solcher Angebote wird immer deutlicher: Nahezu alle Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren nutzen laut aktuellen Jugendstudien täglich das Smartphone, soziale Medien und zunehmend auch KI-Werkzeuge für Schule und Freizeit. Auch im Grundschulalter sind digitale Geräte längst angekommen. Nahezu jedes zweite Kind im Alter 6-13 Jahre hat laut der KIM-Studie 2024 ein eigenes Smartphone. Viele Eltern fühlen sich dabei unsicher, wie sie Medienzeiten sinnvoll begrenzen, Risiken einschätzen oder den Einstieg ins erste Handy verantwortungsvoll begleiten können. Der Wunsch nach klaren Regeln und Orientierung steigt kontinuierlich. Handy nonstop? Die Elternabende geben Hilfestellung zu allen wichtigen Fragen. Genau hier setzen die Elternabende an Zum Auftakt am 28. Januar 2026 informiert Sascha Dowidat im Kreistagssaal des Landratsamts darüber, wie Künstliche Intelligenz das Lernen verändert, welche Chancen sie bietet und wie Eltern ihre Kinder im schulischen Alltag gut begleiten können. Weiter geht es am 25. Februar 2026 an der Anton-Seitz-Mittelschule Roth, wo Paula Ludwig-Molitor vom Medienzentrum Parabol die Mechanismen hinter der enormen Faszination von TikTok, Snapchat und Instagram erklärt und Eltern zeigt, wie sie ihre Kinder sicher durch die Welt sozialer Medien führen können. Ein wichtiges Thema steht am 5. März 2026 in der Mittelschule Allersberg im Mittelpunkt: Maja Korndörfer von der Suchtberatungsstelle Roth-Schwabach beleuchtet unter dem Titel „Lost in Screen“, wie die digitale Welt ist darauf ausgelegt ist, Menschen vor den Bildschirmen zu halten. Im Beitrag erfahren Sie, welche Mechanismen eingesetzt werden, damit besonders Jugendliche möglichst viel Zeit in Games und auf Social Media verbringen. Den Abschluss der Reihe bildet am 18. März 2026 an der Grundschule Heideck ein Vortrag von Michael Posset. Er gibt Eltern jüngerer Kinder konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit dem ersten Handy – von sinnvollen Regeln über typische Stolperfallen bis hin zu altersgerechten Einstellungen und Sicherheitsaspekten. Hier finden Sie den Flyer mit allen Terminen: „Mit der Reihe möchten wir Eltern stärken, Ängste abbauen und ihnen fundiertes Wissen an die Hand geben. Denn digitale Kompetenzen entstehen nicht nur in Schule und Freizeit – sie brauchen auch einen sicheren Rahmen zu Hause“, erklären die drei Organisatorinnen Christine Waitz, Stefanie König und Ulrike Bartelt. Alle Veranstaltungen beginnen um 18 Uhr und richten sich je nach Thema an Eltern von Kindern im Grundschul- oder Jugendalter. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung jedoch erforderlich unter https://formulare.landratsamt-roth.de/formcycle/form/provide/4656/
- Schule als Lern- und Lebensraum – Fachtag am 4. Februar 2026 in der Residenz Hilpoltstein
Wie kann Schule zu einem Ort werden, an dem Kinder und Jugendliche nicht nur lernen, sondern sich wohlfühlen, teilnehmen und mitgestalten? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Fachtags „Schule als Lern- und Lebensraum“ , zu dem die Staatlichen Schulämter Roth–Schwabach, das Jugendamt und das Bildungsbüro des Landkreises Roth am 4. Februar 2026 ab 9.30 Uhr in die Residenz Hilpoltstein einladen. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe und Verwaltung sowie an alle Interessierten, die sich mit zeitgemäßer Schulentwicklung, gelingenden Kooperationsstrukturen und einem positiven Schulklima beschäftigen. Der Fachtag verbindet fachliche Impulse, unterschiedlichste Perspektiven, praxisnahe Workshops und Stimmen aus der Schulpraxis. Wie muss Schule aussehen, um sie auch zum Lebensraum zu machen? Programm mit zahlreichen Perspektiven Der Vormittag startet mit einer Keynote zur Frage, wie räumliche Gestaltung Lern- und Lebensqualität beeinflussen kann. Anschließend bieten fünf Workshops Einblicke in zentrale Themenfelder: von Partizipation und Demokratiebildung über Supervision, selbstständiges Lernen und Wertebildung bis hin zur Schulentwicklung im Sozialraum. Am Nachmittag stehen ein Podiumsgespräch mit Landrat Ben Schwarz sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Schulleitungen, Fachkräften und Schülergruppen im Mittelpunkt. In einer weiteren Keynote wird beleuchtet, wie Schule als gemeinschaftlicher Ort gelingen kann. Vier vertiefende Workshops greifen Themen wie inklusive und interkulturelle Schulentwicklung, Elternarbeit, Resilienzförderung im Kollegium oder selbstreguliertes Lernen auf. Der Fachtag möchte dabei unterstützen, Lern- und Lebensräume zu gestalten, die Bildung, Teilhabe, Gesundheit und Wohlbefinden gleichermaßen in den Blick nehmen. Er bietet Raum für Austausch, neue Impulse und konkrete Ideen für den eigenen Schulalltag. Termin: 4. Februar 2026; 9.30 bis ca. 17.00 Uhr Ort: Residenz Hilpoltstein, Kirchenstraße 1, 91161 Hilpoltstein Anmeldung: HIER bis 25. Januar 2026 Kontakt: Bildungsbüro Landkreis Roth, bildungsbuero@landratsamt-roth.de Hier finden Sie den Flyer zum Download.
- Paralympics‑Bronzemedaillengewinner Lukas Gloßner zu Gast an der Wilhelm‑von‑Stieber‑Realschule
Roth – Kurz vor den Weihnachtsferien bekamen die 10. Klassen der Wilhelm‑von‑Stieber‑Realschule einen ganz besonderen Impuls: Der Paralympics‑Athlet Lukas Gloßner war zu Gast und berichtete offen über seinen besonderen und eindrücklichen Weg in den internationalen Spitzensport. Schulleiterin Susanne Steiner betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen: „Persönlichen Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen bereichern unseren Schulalltag und öffnen Perspektiven. Ich kenne die Geschichte von Lukas schon länger und hoffe, ihr nehmt für euch Erkenntnisse mit.“ Vom Unfall zur Paralympics-Medaille Lukas Gloßner, geboren in Weißenburg, erlitt im Alter von 16 Jahren einen schweren Motorradunfall, der zu einer Querschnittlähmung führte. Der leidenschaftliche Fußballer und aktive junge Mann musste sich von einen Tag auf den anderen neu orientieren. Statt sich zurückzuziehen, suchte er nach neuen Möglichkeiten, aktiv zu bleiben, und fand sie im Rollstuhlbasketball. Bereits ein Jahr nach dem Unfall begann er mit dem Para‑Sport, zunächst in regionalen Ligen und später national und international auf höchstem Niveau. Sein Wille und seine Durchsetzungskraft brachten ihn in die deutsche Nationalmannschaft im Rollstuhlbasketball. 2024 erreichte er mit seinem Team bei den Paralympics in Paris die Bronzemedaille, ein historischer Erfolg für die deutsche Mannschaft. Doch mehr noch: Neben seinem Sport hat Lukas ein Studium im Bereich Digital Business Management absolviert und setzt sich sowohl sportlich als auch gesellschaftlich für Inklusion und Teamgeist ein. Schulleiterin Susanne Steiner und Lukas Gloßner Offener Austausch und Fragen, die bewegen Nach seinem Vortrag beantwortete Lukas zahlreiche Fragen der Jugendlichen. Anfangs zögerlich, kamen immer mehr Themen auf, die die Jugendlichen beschätigten: „Kannst du Auto fahren?“, „Wie wichtig waren deine Freunde nach dem Unfall?“, "Wie teuer ist so ein Rolstuhl?" "Wie schafft man es, mit so einer Situation klarzukommen?“ Die Antwort auf diese Frage brachte seine Geschichte eindrücklich auf den Punkt: „Ich hatte ja keine Wahl. Klar gab es Tage, die richtig hart waren. Aber am nächsten Tag stand ich auf und war motiviert, das beste aus der Situation zu machen. Ich wollte für mich selbst immer weiter vorwärtskommen.“ Es waren beeindruckende zwei Schulstunden, die zeigten, wie Wille, Anpassungsfähigkeit und Durchhaltevermögen selbst in schwierigen Lebensphasen positive Wege eröffnen können.
- Das Bildungsbüro wünscht frohe Weihnachten und bedankt sich für ein erfolgreiches gemeinsames Jahr
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, ein ereignisreiches Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu – ein Jahr voller Begegnungen, Impulse und gemeinsamer Arbeit für gute Bildung im Landkreis Roth. Inmitten von Projekten, Veranstaltungen und gewinnbringenden Kooperationen wurde eines besonders deutlich: Unsere Bildungslandschaft lebt durch Menschen, die sich engagieren, vernetzen und gemeinsam Zukunft gestalten. Sie lebt von Ihrem Engagement! Nach über einem Jahr Vorbereitung konnten wir das Bildungsleitbild für den Landkreis veröffentlichen – ein Meilenstein. Es schafft einen gemeinsamen Rahmen und setzt klare Ziele: chancengerechte Teilhabe, individuelle Förderung, eine lebendige, gut vernetzte Bildungslandschaft und vieles mehr. 2025 haben uns besonders die vielen ehrenamtlich Mitwirkenden beeindruckt, die mit Zeit, Herz und Kompetenz Kinder und Jugendliche unterstützen. Ob als NachhilFEE , Kritzelpate oder Local Coach . Ihr Engagement wirkt in Schulen, Kindergärten und im persönlichen Umfeld und zeigt, wie wertvoll individuelle Begleitung ist. Neben diesen und vielen weiteren Schwerpunkten, die wir Ihnen in unserem Weihnachts-PDF vorstellen, prägten vor allem tolle Begegnungen unser Jahr: Netzwerktreffen , Fachveranstaltungen , Förderprojekte und unzählige Gespräche, in denen neue Ideen entstanden und tragfähige Kontakte geknüpft wurden. Zum Jahresende möchten wir all jenen danken, die unsere Bildungslandschaft mitgestalten. Gemeinsam haben wir viel bewegt und Wege geebnet, die über 2025 hinausreichen. Wir sagen Danke für Ihr Mitwirken, Ihre Offenheit und die vielen Momente, in denen spürbar wurde, was Zusammenarbeit bewirken kann. Wir wünschen Ihnen eine ruhige Weihnachtszeit, Tage zum Durchatmen und Kraftschöpfen und einen zuversichtlichen Start in ein neues Jahr voller guter Ideen, Begegnungen und Möglichkeiten. Christine Waitz und Lorena Fares











