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  • Nachbericht: Wie gewinnen wir die Engagierten von morgen? Bildungsbeirat diskutiert über ehrenamtliches Engagement im Landkreis Roth

    Ob Sportverein, Nachbarschaftshilfe oder Großveranstaltung: Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens. Doch wie kann es gelingen, auch künftig genügend Menschen dafür zu gewinnen? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich der Bildungsbeirat des Landkreises Roth in seiner sechsten Sitzung. Zum Auftakt gab Dorothea Pille von der Kontaktstelle „für einander“ aus dem Sachgebiet Ehrenamt & Senioren im Landratsamt Roth einen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Auf Basis des Freiwilligensurveys und ihrer Praxiserfahrungen zeigte sie: Das Engagement im Landkreis ist stark, steht aber zugleich vor spürbaren Veränderungen. Denn insbesondere die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher wird zunehmend zur Herausforderung. Im Anschluss wurde gemeinsam diskutiert, hinterfragt und weitergedacht: In einem interaktiven „World Café“ sammelten die Mitglieder des Bildungsbeirats konkrete Ansätze zur zukünftigen Arbeit. Im Mittelpunkt standen Fragen nach Einsatzmöglichkeiten, benötigten Kompetenzen und neuen Wegen, Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern. Deutlich wurde dabei: Klassische Strukturen allein reichen künftig nicht mehr aus – gefragt sind flexible, niedrigschwellige Angebote und vor allem eine gute Vernetzung. Einen Einblick, wie es gut laufen kann, gab zudem Luisa Seitz von der Team Challenge GmbH. Als Head of Expo & Volunteer Management kümmert sie sich unter anderem um die Unterbringung zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer. Sie machte deutlich, wie unverzichtbar Ehrenamtliche für große Veranstaltungen sind und warb gleichzeitig um Unterstützung bei der Bereitstellung von Unterkünften. Trotz aller „Best Practice“- Beispiele, die in der Sitzung zutage kamen, ist das Fazit des Abends eindeutig: Das Ehrenamt im Landkreis Roth ist gut aufgestellt, doch die Rahmenbedingungen verändern sich. Um das hohe Niveau zu halten, braucht es stetig neue Impulse, kreative Ansätze und ein noch engeres Zusammenspiel aller Akteure. Für weitere Informationen steht die Kontaktstelle „für einander“ im Landratsamt Roth zur Verfügung Ehrenamt & Engagement. Kontakt zum Bildungsbüro: bildungsbuero@landratsamt-roth.de Bildquelle: Bildungsbüro Roth

  • Lernen neu denken: Die Realschule Hilpoltstein holt renommierten Referenten für einen Vortrag über selbstreguliertes Lernen

    Selbstreguliertes Lernen im Fokus: Realschule Hilpoltstein macht’s vor, gibt Impulse für eine zukunftsfähige Bildung und lädt zu einem hochkarätigen Impuls am 8. Juni ein. Hilpoltstein. Bildung befindet sich im Wandel. Gesellschaftliche und technologische Entwicklungen stellen Schulen und alle weiteren Bildungseinrichtungen vor neue Herausforderungen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie es gelingen kann, junge Menschen so zu stärken, dass sie sich in einer zunehmend komplexen und dynamischen Welt orientieren und verantwortungsvoll handeln können. Einen vielversprechenden Ansatz bietet das selbstregulierte Lernen. Es zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, ihren Lernprozess innerhalb von Vorgaben eigenständig zu gestalten, Ziele zu setzen und ihre Fortschritte kritisch zu reflektieren. Diese Kompetenzen gelten als entscheidend für erfolgreiche Bildungsbiografien, berufliche Handlungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Realschule Hilpoltstein ist schon im Transformationsprozess Direktor Stefan Bindner führt an der Realschule Hilpoltstein mit viel Engagement das „Selbstregulierte Lernen“ ein. Um das Kollegium und die gesamte Region dafür zu begeistern, holt er gemeinsam mit Donatella Migliore einen Top-Referenten in die Stadthalle Hilpoltstein. Unterstützt werden sie dabei vom Bildungsbüro Landkreis Roth. Selbstreguliertes Lernen: Experte bringt Impulse Prof. Dr. Ferdinand Stebner Prof. Dr. Ferdinand Stebner heißt der Referent und zählt zu den profilierten Experten auf dem Gebiet des selbstregulierten Lernens. Seine wissenschaftliche Arbeit findet bundesweit Beachtung in Schule, Lehrerbildung und Bildungssteuerung. In seinem Vortrag am 8. Juni in der Stadthalle Hilpoltstein beleuchtet er, wie ein Perspektivwechsel im Lernen gelingen kann – weg von der reinen Wissensvermittlung hin zu einer nachhaltigen Lernkultur, die Eigenverantwortung und Reflexionsfähigkeit stärkt. Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Bildung, an Eltern und an alle Interessierten. Ziel ist es, gemeinsam Impulse für eine zukunftsorientierte Bildungsentwicklung in der Region zu setzen und den Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren zu fördern. Selbstreguliertes Lernen als Schlüssel – Bildung gemeinsam denken von der Kita bis zur Karriere Referent: Prof. Dr. Ferdinand Stebner (Universität Osnabrück) Datum: 8. Juni 2026, 16:30 Uhr; (Einlass ab 15 Uhr) Ort: Stadthalle Hilpoltstein Anmeldung & Teilnahme: https://forms.office.com/e/4e18YvDcdN Buchungs-ID: S223-1

  • Sommerfest und Abendflohmarkt an der Schule am Stadtpark in Roth

    Am Freitag, den 19. Juni, lädt die Schule am Stadtpark in Roth zu einem bunten Sommerfest mit Abendflohmarkt ein. Das Event findet von 17:00 bis 21:00 Uhr auf dem Schulgelände in der Brentwoodstraße 37 statt und lädt ein mitzumachen und dabeizusein. Unter dem Leitgedanken eines bunten kulturellen Miteinanders bietet die Schule, die den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trägt, ein Programm an, das Vielfalt und Respekt thematisiert. Neben dem Flohmarkt, der unter dem Motto „Stöbern, Entdecken, Handeln“ steht, gibt es interkulturelle Stände und verschiedene kreative Mitmachaktionen. Für Unterhaltung sorgen zudem Spielstationen, Stelzenläufer und eine Star-Wars-Gruppe. Das kulinarische Angebot ist breit gefächert und reicht von einer Grillstation bis hin zu veganen Falafel und auch für künstlerische Unterhaltung ist dank einer Förderung des Bildungsbüros gesorgt. Der Eintritt zur Veranstaltung kostet 2 Euro, für Kinder ist der Zugang kostenlos. Interessierte, die einen Flohmarktstand reservieren möchten oder Fragen zur Veranstaltung haben, können sich unter den Telefonnummern 09171 81-6411 oder 0174 1827418 sowie per E-Mail an abendflohmarkt-roth@web.de an die Organisatoren wenden.

  • "Sport vor Ort": Bewegungsangebote laden zum Mitmachen ein

    Ende April starten in vier Landkreisgemeinden und der Stadt Schwabach Bewegungsangebote – unter freiem Himmel, in Alltagskleidung und für jede und jeden Roth.   Wer möchte nicht etwas für seine Gesundheit tun? Für alle, die damit liebäugeln, aber nicht genau wissen, wie sie „ihr“ Projekt starten sollen, kann die Gesundheitsregion plus mit einem neuen Angebot aufwarten. Der Name ist Programm und der Einstieg ganz einfach. „Gemeinsam bewegen!“ ist der Beitrag des Landkreises und der Stadt Schwabach zum Masterplan Prävention des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. „Sport vor Ort“ überschrieben. „Die Idee ist einfach“, ermutigt Günther Wittmann, Geschäftsführer der Gesundheitsregion plus. „Vorbeikommen, mitmachen und selbst erleben, wie gut Bewegung tut.“ Er weiß: Regelmäßige Aktivität ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, die eigene Gesundheit zu erhalten – und das in jedem Alter. Genau hier setzt „Sport vor Ort“ an. Ziel ist es, Bewegung niedrigschwellig zugänglich zu machen – direkt dort, wo die Menschen leben. Ohne Verpflichtung, ohne Hürden, aber mit spürbarem Nutzen für Körper und Geist. So könnte das bald in den Kommunen aussehen: Gemeinsam bewegen in Alltegskleidung und mit viel Spaß; Foto: iStock "Sport vor Ort"-Angebote in fünf Kommunen In vier Kommunen des Landkreises (Büchenbach, Hilpoltstein, Roth, Schwanstetten, Wendelstein) sowie in Schwabach wird ein kostenfreies und unverbindliches Bewegungsangebot ins Leben gerufen. Los geht es ab dem 29. April in Hilpoltstein, wo sich Interessierte am Parkplatz der Feuerwehr treffen. In den Wochen darauf werden die Angebote sukzessive dann in den weiteren Partnerstädten und -gemeinden ausgerollt. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von Fitnesslevel und Vorerfahrung. Im Mittelpunkt steht die Freude an der Bewegung in der Gemeinschaft an der frischen Luft. Unter fachkundiger Anleitung werden einfache, alltagstaugliche Übungen gezeigt, die Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer fördern und in Alltagskleidung umgesetzt werden können. Schon moderate Bewegung kann das Wohlbefinden deutlich steigern, Beschwerden vorbeugen und die Lebensqualität nachhaltig verbessern. Neben Bewegung geht's ums Soziale Gleichzeitig sind die Treffen eine gute Gelegenheit, soziale Kontakte zu knüpfen und gemeinsam aktiv zu bleiben. So werden auch Quartiersstrukturen gestärkt. Die Bewegungsstunden werden überwiegend in Kooperation mit lokalen Sportvereinen angeboten, in Wendelstein erfolgt die Umsetzung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule. Weitere Informationen zu Terminen und Standorten gibt es in einem Flyer, der bereits an vielen Stellen ausliegt sowie auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landratsamt-roth.de/gesundheitsregion/gemeinsam-bewegen . Die Gesundheitsregion ist zudem telefonisch unter der Nummer (09171) 81-1626 zu erreichen.

  • Gemeinsam durch den digitalen Dschungel: Elternabende im Landkreis Roth bringen wichtige Erkenntnisse

    Roth. Beim Essen, am Schreibtisch, unterwegs und eigentlich überall: Viele – und besonders Kinder und Jugendliche, haben das Smartphone ständig in der Hand. Nachvollziehbar, gibt es Heranwachsenden doch ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit, bietet Unterhaltung, Entspannung und eröffnet Räume, in denen man sich ausprobieren und ausdrücken kann. Gleichzeitig aber eine Herausforderung für Familien und Grund, eine Elternabendreihe zu dem Thema zu veranstalten. Das Handy und seine Nutzung im Alltag macht Erziehung oft zur Fahrt im dichten Nebel, weiß Christine Waitz vom Bildungsbüro des Landkreises, das die Veranstaltungen federführend organisiert hat. Auf Fragen wie „Wann ist es genug?", „Wie gelingt eine gesunde Balance?" und „Was macht die digitale Welt eigentlich so unwiderstehlich?" gibt es oft nur vage Antworten. Die Reihe der „Schulübergreifenden Elternabende“  hat deutlich gezeigt, dass Eltern im Landkreis dem Thema nicht länger im Alleingang begegnen wollen. Die vier Veranstaltungen in Roth, Allersberg und Heideck verzeichneten so viele Teilnehmer wie seit Jahren nicht. „Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass der Informationsbedarf stark gewachsen ist“, resümiert sie. Oft über drei Stunden am Telefon Aktuelle Studien untermauern dies. Laut der JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) verbringen Jugendliche in Deutschland inzwischen mehrere Stunden täglich online – je nach Altersgruppe sogar oft über drei Stunden. Gleichzeitig gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) mit Instrumenten wie ChatGPT im Schulalltag spürbar an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund überraschte es die Veranstalterinnen wenig, dass zahlreiche Eltern die gesamte Reihe wahrnahmen, um sich für den Alltag zu wappnen. Bildungsbüro des Landkreises Roth, Kreisjugendring (KJR) und Evangelisches Bildungswerk (EBW) haben es einmal mehr geschafft, genau die Themen aufzugreifen, die in Familien immer wieder für Gesprächsstoff sorgen: die Anziehungskraft von Plattformen wie TikTok, mögliche Risiken exzessiver Mediennutzung („Lost in Screen“) und die Frage, wie ein verantwortungsvoller Einstieg ins erste eigene Smartphone gelingen kann – ein Schritt, der häufig bereits im Grundschulalter erfolgt. In den Vorträgen und den oft lebhaften Diskussionen wurde schnell klar: Patentrezepte gibt es nicht. Stattdessen setzten die Referierenden auf alltagstaugliche Impulse und stärkten die Eltern in ihrer Rolle als Begleitende. Ein zentraler Gedanke zog sich durch alle Abende: Beziehung vor Kontrolle. Wer versteht, wie Algorithmen funktionieren, kann mitreden und muss nicht nur verbieten. Vereinbarungen wie gemeinsam erstellte „Mediennutzungsverträge“ mit klaren, auch offline verankerten Zeiten können Orientierung geben, ohne Fronten zu verhärten. Ebenso wichtig: Kinder und Jugendliche darin zu schulen, KI-generierte Inhalte kritisch zu hinterfragen. Gesamtgesellschaftliche Aufgabe Gleichzeitig wurde betont, dass Medienerziehung keine Aufgabe ist, die Eltern im stillen Kämmerlein allein bewältigen können oder müssen. Sie gelingt am besten im engen Zusammenspiel aller Beteiligter – von den Erziehungsberechtigten über die Schulen bis zu allen Einrichtungen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten. Ulrike Bartelt, Geschäftsführerin des Evangelischen Bildungswerks Roth-Schwabach, betonte den entlastenden Charakter des Formats: „Es ist wichtig zu merken, dass man mit den täglichen Diskussionen nicht allein ist.“ Tatsächlich war für viele die Erkenntnis, dass auch andere Familien über „nur noch fünf Minuten“ verhandeln, mindestens so wertvoll wie jeder fachliche Input. Es ging nicht um Perfektion, sondern um einen realistischen, ehrlichen Umgang mit der derzeitigen Lebenswelt. Für Stefanie König vom Kreisjugendring Roth ist genau das der entscheidende Punkt: „Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Abende: Nicht die perfekte Strategie entscheidet darüber, ob Medienerziehung gelingt, sondern die Qualität des Kontakts. Wer fragt, zuhört und dranbleibt, schafft Orientierung auch dort, wo es keine einfachen Antworten gibt.“ Christine Waitz bilanziert: Nach den Abenden gibt es zwar keinen fertigen Plan, der abgearbeitet werden kann, dafür aber etwas Wertvolleres. „Mehr Mut zum Gespräch und die Gewissheit, dass Erziehung auch im digitalen Zeitalter vor allem eines bleibt: Beziehungsarbeit.“

  • Infoabend zum Quereinstieg als Heilerziehungspfleger

    Wer sich beruflich neu orientieren möchte und in Zukunft mit Menschen arbeiten will, bekommt im März eine besondere Gelegenheit: Am Dienstag, 24. März 2026, laden die Rummelsberger Diakonie und der Standort Auhof zu einem Infoabend rund um Ausbildung und Quereinstieg in die Heilerziehungspflege ein. Die Veranstaltung findet von 18 bis 20 Uhr im Zentralgebäude am Auhofer Weg in Hilpoltstein statt und richtet sich an alle, die sich für einen sozialen Beruf interessieren oder über einen beruflichen Neustart nachdenken. Arbeit mit Sinn Die Arbeit in der Heilerziehungspflege bedeutet vor allem eines: Menschen mit Behinderung im Alltag zu begleiten, zu unterstützen und Teilhabe zu ermöglichen. Für viele Fachkräfte ist genau diese Nähe zu den Menschen der Grund, warum sie ihren Beruf als besonders erfüllend erleben. Gleichzeitig wächst der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden stetig – weshalb auch der Quereinstieg zunehmend an Bedeutung gewinnt. Beim Infoabend erhalten Interessierte einen umfassenden Einblick in das Berufsfeld und die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten. Mitarbeitende der Einrichtung stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung und beantworten Fragen rund um Ausbildung, Voraussetzungen und Arbeitsalltag. Dabei wird auch erläutert, welche Wege in den Beruf führen können – etwa über eine klassische Ausbildung oder über einen Quereinstieg mit entsprechender Qualifizierung. Ein weiterer wichtiger Punkt des Abends sind die Rahmenbedingungen. Schon während der Ausbildung können angehende Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger mit einem Einstiegsgehalt ab 3.015 Euro in Vollzeit rechnen; nach erfolgreichem Abschluss steigt das Gehalt auf mindestens 3.948 Euro zuzüglich möglicher Zulagen. Auch Teilzeitmodelle sind möglich, sodass sich Ausbildung und persönliche Lebenssituation gut miteinander vereinbaren lassen. Zudem besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit. Der Infoabend soll vor allem eines zeigen: Ein sozialer Beruf ist nicht nur sinnstiftend, sondern bietet auch verlässliche Perspektiven. Gerade Menschen, die sich beruflich verändern möchten oder nach einer neuen Aufgabe suchen, können in der Heilerziehungspflege einen Weg finden, ihre eigenen Stärken einzubringen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Weitere Informationen gibt es direkt vor Ort beim Infoabend am 24. März – eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstalter freuen sich über alle Interessierten, die den Beruf und die Möglichkeiten am Auhof kennenlernen möchten.

  • Neues Seminar- und Service-Heft des Kreisjugendrings Roth erschienen

    Das neue Seminar- und Service-Heft des Kreisjugendrings Roth ist da. Als Partner des Bildungsbüros bringt der KJR auch in diesem Jahr wieder eine kompakte und praxisnahe Übersicht über Fortbildungen, Beratungsangebote und Serviceleistungen für die Jugendarbeit im Landkreis auf den Weg. Das Heft bündelt Seminare, Workshops und Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche, pädagogische Fachkräfte, Vereine, Verbände und alle, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren. Inhaltlich reicht das Spektrum von Medienpädagogik und Prävention über Demokratiebildung bis hin zu Gesundheitsthemen. Ergänzt wird das Angebot durch hilfreiche Informationen zu Materialien, Ansprechpartnern und Unterstützungsmöglichkeiten. Damit versteht sich das Seminar- und Service-Heft nicht nur als Veranstaltungsprogramm, sondern als Arbeitsgrundlage und Ideengeber für die Praxis vor Ort. Ob neue Impulse gesucht werden, eine Juleica-Verlängerung ansteht oder konkrete fachliche Fragen im Raum stehen – ein Blick ins Heft lohnt sich. Das aktuelle Seminar- und Service-Heft steht online zur Verfügung und kann kostenfrei heruntergeladen werden. Viel Freude beim Entdecken der Angebote und beim Weiterentwickeln der Jugendarbeit im Landkreis Roth.

  • Projekt Judaica – Ein Einblick in jüdisches Leben am Gymnasium Hilpoltstein

    Geschichte steht nicht nur in Büchern – manchmal liegt sie direkt vor uns auf dem Tisch. Genau das zeigte der Judaica-Workshop der neunten Klassen. Dank des Bildungsbüros Landkreis Roth und des Freundeskreises Gymnasium Hilpoltstein e.V besuchten am 3. Februar 2026 die Jüdin Sarah und der Jude Igor der Europäischen Janusz Korczak Akademie das Gymnasium Hilpoltstein und hatten einige spannende Aktionen im Gepäck. Jüdische Alltagsgegenstände aus der Schatztruhe Judaica Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnte es auch schon losgehen. Neugierig wurden die auf einigen Tischen ausgebreiteten jüdischen Alltagsgegenstände von Schülerinnen und Schülern bestaunt. In kleinen Gruppen suchte sich jeder einen davon aus, zu dessen Bedeutung dann recherchiert wurde. Jede Gruppe stellte ihre Ergebnisse zu den Punkten Name, Verwendung und Vergleich zu Christlichem vor. Vom Hawdala-Set, welches zum Ausklingen des Sabbats dient, über die den meisten bekannten Kopfbedeckung Kippa bis hin zur Purim-Ratsche, die zum Übertönen des Namens eines jüdischen Verräters genutzt wird, war alles dabei. Um zu testen, ob alle gut aufgepasst hatten, wurde ein Kahoot gespielt. Die Gewinner wurden mit jüdischen Buchstabenkeksen belohnt. Doch auch für die anderen sollte es bald etwas zu probieren geben. In kleinen Becherchen durfte koscherer Traubensaft getrunken und das ungesäuerte Brot Mazze probiert werden. Eine der besten Einblicke in eine Kultur ist ja bekanntlich das Essen. Ein Workshop mit nachhaltiger Wirkung Nach einem bis dahin geführten Programm ging es in eine offene Fragerunde. Sowohl persönliche als auch allgemeingehaltene Fragen wurden gestellt und beantwortet. Dank dieses erfolgreichen Workshops konnten alle Teilnehmenden einen umfangreichen Einblick in die jüdische Religion und Kultur bekommen. Da man sich in dieser Klassenstufe in unterschiedlichen Fächern mit dem Judentum beschäftigt, konnten so wertvolle, praktische Erfahrungen gesammelt werden. Fest steht: Der Workshop war ein voller Erfolg!

  • Bildungspolitik: Auf oberster Ebene mitreden und gestalten

    Landrat Ben Schwarz wurde in einen Fachausschuss des Bündnisses für Bildung berufen – der tagte kürzlich in Lauf Roth.   Deutschland zählt fast 300 Landkreise. Doch nur einer ist im Fachausschuss „Moderne Lernräume“ des Bündnisses für Bildung vertreten. Und zwar in Person von Ben Schwarz. Dessen Berufung in den honorablen Kreis erfolgte bei einer Arbeitssitzung des Gremiums in Lauf, bei der es vor allem um eines ging: Die Schule und die Lern- und Bildungsräume der Zukunft. Der Ort des Treffens war nicht zufällig gewählt. Vier Jahre lang wurde die Bertleinschule in Lauf kernsaniert, die Schülerinnen und Schüler mussten zeitweise in Container umziehen. Dennoch betont Rektorin Martina Brix, dass das „das Beste war, was wir machen konnten“. Im Raum gestanden hatte ein Neubau auf der grünen Wiese, in dem die Klassenzimmer aufgrund der Vorgaben deutlich kleiner geworden wären. Während das Gebäude von der Straße aus 1970er-Jahre Charme versprüht, ist es im Inneren eine Offenbarung: Hell, freundlich, einladend, viel Holz, dezente Kunst an den Wänden. Keine Frage, die zweitägige Fachtagung begann mit einem optischen Wow-Effekt. Handlungsempfehlungen aus der Praxis Für einen der anderen Art sorgten wenig später Joachim Schnabel, fachlicher Leiter des Schulamts im Landkreis Nürnberger Land, sowie Ulrike Hölzel, Rektorin der Grete-Schickedanz-Grundschule Hersbruck. Die beiden räumten eindrucksvoll mit dem Vorurteil auf, das manchem Arbeitskreis anhaftet. Obwohl erst vor sechs Monaten eingesetzt, hat der schon eine Menge „gerissen“ – vor allem: in Erfahrung gebracht. Denn genau das ist essentiell für dessen Mission, die als erstes Ziel hat, der Politik Handlungsempfehlungen zu geben. Und zwar direkt an Bundesbildungsministerin Karin Prien. Zweite Anforderung: Einen Leitfaden für Schulträger, Schulaufsichten und Schulleitungen entwickeln, was ein Lernraum heute und morgen vorhalten und bieten muss, was es braucht und was nicht, kurzum: Was schafft ein Umfeld, in dem junge Menschen motiviert werden, zu lernen, nach- und zu hinterfragen, zu entdecken, sich bilden zu wollen, zu arbeiten oder zu durchdringen. „Wir wollen Veränderung schaffen und Wirksamkeit erreichen“, umriss Dr. Christian Hilz das Zielfoto des Fachausschusses, der dem – nach Meinung aller Beteiligter am Ende – ein gutes Stück näher gekommen war. Der Gredinger Unternehmer hatte als „Vertreter des Handwerks“ kurzerhand die Begrüßung übernommen, weil sich die Bündnis-für-Bildung-Vertreter verspäteten. Hilz wies auf einen Kern-Faktor der Überschrift und des Prozesses hin. „Es geht ums Durchdenken des gesamten Prozesses und des Lern- und Bildungsraumes in Schulen.“ In Workshops genau hingeschaut Das sollte sich insbesondere in den Workshops zeigen, die später drei zentrale Bereiche zum Thema hatten. Der erste: Wie schaffen wir technisch wirksame Räume? Was versprechen sich Lehrer, Seminarleiter und Schüler davon? Dazu sollten später Schlagworte wie Akustik, Licht oder digitale Ausstattung zählen. Teil zwei: Wie sieht zeitgemäße Gestaltung von Lern- und Bildungsräumen aus? Antwort (in Auszügen): Ruhe- und Aktivzonen, Flexibilität, ansprechende Ästhetik, gute Farbgebung. Und nicht zuletzt: Was braucht es, um ein pädagogisches Konzept einer kompetenzorientierten Lernkultur umzusetzen? Landrat Ben Schwarz, Schulamtsdirektor Joachim Schnabel und Dr. Christian Hilz Denn in einem waren sich alle der knapp 50 Teilnehmer einig. Die Räume müssen der Pädagogik folgen und nicht anders herum. Joachim Schnabel fasste das so zusammen: „Der Raum ist der dritte Pädagoge.“ Und: „Die Kinder haben das Beste verdient.“ Landrat Ben Schwarz, der sich über die Berufung in den Fachausschuss sichtlich freute, unterstrich dies. Bildung sei „die größte Chance, über die wir verfügen.“ In der Mitarbeit im Fachausschuss sieht er „eine große Chance zur Mitgestaltung und zeigt, dass die Stimmen an der Basis gehört werden.“ Sein Nürnberger Land-Amtskollege Armin Kroder betonte, dass „wir Schulen nicht für uns bauen, sondern für die Zukunft“ und versprach, Ideen und Empfehlungen des Fachausschusses weiter zu verfolgen. „Hier sind Menschen am Werk, die genau wissen, wovon sie sprechen.“ Dass sie sich mit ihren Expertisen einbringen, „ist einfach super“. Dr. Christian Büttner, Geschäftsführer des Forschungsinstitut Bildung Digital (FoBiD) und seit Dezember 2017 Vorsitzender des Bündnisses für Bildung, war baff-erstaunt, als er die große Teilnehmerrunde sah und bezeichnete die Resonanz als „überwältigend“. Das Bündnis mit seinen rund 160 Mitgliedern von Kommunen bis Unternehmen lege großen Wert auf seine Unabhängigkeit und Neutralität, betonte er. Genau das wiederum verleihe seinen Worten und Einschätzungen Gewicht. Umso wichtiger seien Arbeitstreffen wie das in Lauf, die „auf die Basis hören und die Praxis zusammenfassen“. Mit Ben Schwarz und Armin Kroder war er sich einig: „Nur das bringt uns im Sinne der Kinder und Lehrer weiter.“ Denn zu oft werde vergessen, wie wichtig gesunde, motivierte Pädagogen und Schüler sind, die sich in der Schule als Lern- und Lebensraum wohlfühlen. Joachim Schnabel griff diesen Gedanken auf. Wer in Räumen mit Geräuschpegeln wie einer Bahnhofshalle unterrichten und zugleich unterschiedlichste Leistungsniveaus und Bedürfnisse unter einen Hut bringen solle, müsse früher oder später scheitern – egal, wie fachlich gut, gesund oder engagiert er oder sie ist. Ben Schwarz brachte einen weiteren herausfordernden Faktor ein: Noch nie seien Klassen so „bunt gemischt“ gewesen wie heute. „In mancher 1 b oder 2 c sind mehr Nationalitäten vertreten als in einem an der Börse datierten deutschen Konzern.“ Christian Büttner, der viele Jahre in Nürnberg tätig war – unter anderem im Referat Schule und Sport der Stadt sowie als Direktor des Instituts für Pädagogik und Schulpsychologie, war von den Räumlichkeiten in Lauf ebenso beeindruckt wie die anderen, aus ganz Deutschland angereisten Gäste, die an Tag zwei noch das Innovationsklassenzimmer an der Mittelschule in Schnaittach besuchten. Welch hohen Stellenwert das Bündnis, aber auch Ausschuss und Veranstaltung genossen, zeigte auch die Anwesenheit von Günther Schuster, Leiter des Bereichs „Schulen“ bei der Regierung von Mittelfranken. "Räume neu denken" Seit der Wiedereröffnung im Herbst 2023 sind in der Bertleinschule neue Lernräume in sonst brach liegenden Teilen des Gebäudes, wie auf dem Flur und in der Aula erschlossen worden. Die meisten Klassenzimmer erlauben einen Blick „ins innere Außen“, so dass Lehrer ihre Schützlinge aufteilen können und trotzdem alles im Blick haben. Für Joachim Schnabel ist das Konzept ein Musterbeispiel dafür, was in Bestandsgebäuden entwickelt werden kann. Noch einmal Ben Schwarz: „Wir müssen mit denen arbeiten und über doppelte Nutzungsmöglichkeiten nachdenken.“ Es sei weder nachhaltig noch ökologisch oder ökonomisch sinnvoll, für jeden Bedarf von für die Betreuung von 7 bis 16.30 Uhr an jedem Ort einen neuen Hort zu bauen. „Räume neu denken“, sei das Schlagwort, das wiederum Joachim Schnabel nur allzu gerne unterstrich. Und nicht nur er…

  • Mach den VOTO - Wahlcheck!

    Am 08. März 2026 wird in Bayern gewählt. Insbesondere auf kommunaler Ebene geht es um Themen, die junge Menschen unmittelbar betreffen: Freizeitangebote, Mobilität, Umwelt, Wohnen oder soziale Unterstützung. Damit Jugendliche und junge Erwachsene sich schnell, verständlich und unabhängig informieren können, steht in Mittelfranken erstmals VOTO – mein Wahlcheck zur Verfügung.   Was macht VOTO – mein Wahlcheck besonders? VOTO – mein Wahlcheck ist eine unabhängige digitale Wahlhilfe für die Kommunalwahl. Circa 30 kurze Thesen zu zentralen lokalen Themen werden beantwortet. Anschließend zeigt das Tool, wie die eigenen Positionen zu denen den Parteien vor Ort passen. Ein klarer, direkter Überblick.   Warum VOTO – mein Wahlcheck nutzen? Kommunalpolitik entscheidet über vieles, was den Alltag junger Menschen prägt. Das Tool bietet einen einfachen Einstieg und macht politische Unterschiede sichtbar. Rund 70 %  der Nutzer*innen informieren sich nach dem Wahlcheck weiter über die Wahl. VOTO – mein Wahlcheck stärkt politische Bildung, kritisches Denken und selbstbestimmte Entscheidungen.   Wie gut ist der Landkreis Roth vertreten? Alle Parteien und Ortsverbände im Landkreis Roth wurden eingeladen, sich zu beteiligen und die meisten haben diese Chance genutzt. In 14 von 16 Gemeinden steht VOTO – mein Wahlcheck zur Verfügung. Das ermöglicht einen besonders umfassenden Blick auf die lokalen Positionen.   So unkompliziert funktioniert die Anwendung Über den Link zur jeweiligen Gemeinde https://www.landratsamt-roth.de/kjr/voto-mein-wahlcheck Thesen bewerten Ergebnis ansehen und die Positionen der Parteien vergleichen   Die Parteien konnten außerdem zu jeder These Stellung beziehen. Diese Antworten sind in der Auswertung sichtbar und helfen, politische Unterschiede noch besser zu verstehen.   Gefördert wird das Projekt vom Bezirksjugendring Mittelfranken  und Demokratie leben!

  • FACHTAG: DIE SCHULE VON MORGEN

    In der Hilpoltsteiner Residenz überlegten Fachleute und Interessierte, wie Lernen in der Zukunft aussehen kann. Hilpoltstein/Roth .  Es ist ein Satz gewesen, der wie ein Weckruf durch die prachtvollen Räume der Residenz Hilpoltstein hallte: „Eigentlich halte ich mich im Klassenzimmer am wenigsten gerne auf“, gestand ein Gymnasiums-Schülersprecher offen. Eine Aussage, die – unbedarft und spontan in einer Gesprächsrunde getätigt –punktgenau den Kern des Fachtags unter dem Titel „Schule als Lern- und Lebensraum“ traf. Nicht die einzige Idee des Tages. Rund 70 Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe und Verwaltung sowie Interessierte waren zusammengekommen, um eine Institution kritisch zu beleuchten, die im Alltag oft noch zu sehr ein funktionaler Lernort und zu wenig als inspirierender und motivierender Lebensraum ist. Dass sich etwas ändern muss, darüber herrschte unter Experten, Lehrkräften und politisch Verantwortlichen Konsens. Landrat Ben Schwarz brachte die strategische Bedeutung im Podiumsgespräch auf den Punkt: „Bildung ist unsere wichtigste Ressource. Wenn die Umgebung nicht passt, wie soll dann das Miteinander funktionieren?“ Es gelte, den Kindern und Jugendlichen das beste Rüstzeug mitzugeben. Dazu müsse man bereit sein, das Thema so umfänglich zu sehen, wie es ist. „In Grundschulklassen werden mehr Fremdsprachen gesprochen als in manchem DAX-Konzern.“ Hinzu komme, dass die jungen Menschen immer mehr Zeit in Schulhäusern verbringen würden, es ginge um nichts Geringeres als die Gestaltung von Lebensbereichen. Er brach eine Lanze für offenes Denken. „Ein ,früher war alles besser‘ können wir uns in der Bildung nicht leisten.“ Wie sich das Verständnis von Schularchitektur schon gewandelt hat, zeigte Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp: Er zeichnete er die Entwicklung der vergangenen 15 Jahre nach – weg von der starren „Flurschule“ hin zu unterschiedlich ausgestalteten Lernlandschaften. Auf großes Interesse trafen seine Erkenntnisse aus der Praxis. Auch Raumgestaltung unterliege einem Lerneffekt, betonte er. Manches habe sich bewährt, anderes weniger. Stück für Stück hätten sich auch Planer und Teams an gute Lösungen heranarbeiten müssen. Dennoch ist in vielen Schulen die Realität ernüchternd. Dr. Christian Hilz, Mit-Ideengeber und Initiator eines Innovationsklassenzimmers, das genau diese Ansätze umsetzt und als Prototyp in Schnaittach steht, mahnte mit Blick auf die Gesundheit aller Beteiligten: „Im Sinne aller Lehrenden und Schülerinnen und Schüler müssen wir dringend an der Gestaltung der Lern- und Lebensräume arbeiten!“ Der Gredinger Unternehmer untermauerte seine Forderung mit dem Hinweis auf die oft unterschätzte Lärmbelastung. Studien belegen, dass der Schallpegel in schlecht gestalteten Klassenzimmern regelmäßig Werte wie in einer voll besetzten Bahnhofshalle erreicht – eine Belastung, die das Stresslevel messbar erhöht, das Lernen verhindert und langfristig die Gesundheit gefährdet. Trotz der spürbaren Last und des Drucks, unter dem viele Schulleitungen und Schulfamilien stehen, war die Stimmung in der Residenz von einer großen Portion Optimismus geprägt. Schulamtsleiterin Antje Döllinger versuchte, die Komplexität der Aufgabe herunterzubrechen: „Lassen Sie uns im Kleinen beginnen.“ Auch Johanna Etzold, eigens aus Berlin angereiste Referentin, zeigte sich beeindruckt von der Energie vor Ort: „Ich freue mich zu sehen, wie motiviert hier an diese Aufgaben herangegangen wird.“ Im Verlauf des Tages verlagerte sich das Geschehen aus dem Plenum in insgesamt neun Workshops. Hier wurde deutlich: Der Landkreis Roth und die Stadt Schwabach sind in dem Transformationsprozess kein unbeschriebenes Blatt. Viele Schulen haben bereits innovative Wege eingeschlagen, sei es durch flexible Raumkonzepte, partizipative Projekte oder neue pädagogische Ansätze. Doch im Austausch wurde auch klar: viele Beteiligte kämpfen mit ähnlichen Hürden. „Es ist gut zu hören, dass man mit seinen Schwierigkeiten nicht alleine ist“, resümierte eine Teilnehmerin sichtlich erleichtert. Am Ende des intensiven Tages, den Bildungsbüro, Jugendamt sowie die Schulämter Landkreis Roth und Stadt Schwabach gemeinsam angeboten hatten - verließen die Teilnehmenden die Residenz mit zahlreichen Impulsen, die weit über bauliche Maßnahmen hinausgingen. Auch die Menschen hinter dem System waren im Blick. Die Förderung der Resilienz im Kollegium und eine moderne Elternarbeit wurden als tragende Säulen identifiziert, um Schule zu einem gesunden und gemeinschaftlichen Ort zu machen. Mit diesem „positiven Schwung“ und vielen konkreten Ideen für Themen wie Partizipation, Demokratie, Wertebildung und soziale Schulentwicklung im Gepäck kehrten die Fachkräfte in ihren Alltag zurück – mit dem klaren Ziel, dass das Klassenzimmer bald nicht mehr der Ort ist, an dem man sich am wenigsten gerne aufhält.

  • Beeindruckende Bildungslandschaft: Delegation aus Luxemburg zeigt sich vom Gymnasium und den Lernorten dahinter beeindruckt

    Roth als abschließender Höhepunkt? Eine Rolle, die so nicht geplant war, der Landkreis aber umso lieber annahm. Einige Tage nämlich war eine gemischte Delegation aus Luxemburg und den Schulentwicklern der Lernlandschaftin der Region unterwegs, um sich Inspiration zu holen. Und die gab es im Gymnasium Roth. Baulich, vor allem aber auch inhaltlich. Roth war die letzte der Stationen, die die Lernlandschaft den sechs Besuchern aus dem Nachbarland in drei Tagen zeigen wollte. Zuvor standen eine Grund- und Mittelschule in der Oberpfalz, ein Gymnasium in Schwaben sowie eine zur „Lebenswerkstatt“ umdeklinierte Grund- und Mittelschule im westlichen Franken auf der Liste. Aus allen sogen die Lehrer und Betreuer wertvolle Erkenntnisse, wie Delegationsmitglied Lucie Waltzer betonte. Neben den Blick in Räume und Lernlandschaft(en) selber – gerade auch diesbezüglich konnte das sanierte Rother Haus glänzen – ging es ihr und ihren Kollegen darum, Informationen aus erster Hand zu sammeln, wie Bildung auf den verschiedenen Ebenen organisiert ist und wird. Dem Team um Lernlandschaft-Erfinderin Karin Doberer war daraufhin prompt das Bildungsbüro des Landkreises Roth eingefallen – ein Solitär in der Region, den sie den Gästen unbedingt präsentieren wollte. Bildungskoordinatorin Christine Waitz gab Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte, Einblicke in ihren Arbeitsalltag sowie Aufgabenbereich. Sie machte deutlich: Beim Bildungsbüro, das sie sich mit Lorena Fares teilt, handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Landkreises. „Keine Selbstverständlichkeit“, betonte sie. Seit Gründung im Herbst 2023 habe sich jedoch deutlich gezeigt, welchen unverzichtbaren Beitrag die Stelle leistet. An zahlreichen Schnittstellen und bei unterschiedlichsten Anlässen sei der Bedarf sichtbar geworden. Dem pflichtete Landrat Ben Schwarz bei: „Wir müssen Bildung neu denken“, sagte er mit Hinweis auf die sich verändernde Gesellschaft, die immer heterogener werde. Hinzu komme, dass Kinder und Jugendliche – Stichwort Ganztagsbetreuung – immer mehr Zeit in der Schule verbringen würden. „Das stellt uns vor ganz neue Herausforderungen.“ Zumal der Anspruch sein müsse, niemanden „unterwegs“ zu verlieren. „Das können wir uns schlicht nicht leisten.“ Landrat Ben Schwarz Das Gymnasium Roth sei seiner Meinung nach ein gelungenes Beispiel für eine Lernlandschaft. Bewährt habe sich, dass die Schulfamilie schon in Vorüberlegungen und Planungen einbezogen war. Beim Rundgang, den Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp führte, zeigte sich, wie sehr die Jugendlichen die Möglichkeiten nutzen. Die einen lernten auf dem Sofa, die anderen diskutierten angeregt auf Barhockern, wieder andere erledigten schriftliche Aufgaben am Schreibtisch. Positiv fiel der Geräuschpegel auf beziehungsweise dessen geringes Niveau. Was keine Momentaufnahme sei, wie Direktorin Dr. Susanne Kleinöder-Strobel betonte. Sie berichtete zudem, dass die Schülerinnen und Schüler „ihr“ Mobiliar sehr pfleglich behandeln würden. „Wir sind noch in der Findungsphase“, sagte sie zu den nun seit knapp zwei Jahren bestehenden Gegebenheiten. „Das geht nicht von jetzt auf gleich.“ Die Möglichkeiten zur Individualisierung seien großartig. Auch Kleinöder-Strobel sah in der gemeinsam erarbeiteten Konzeption einen entscheidenden Faktor. „Wir sind froh, dass wir gefragt wurden, was wir wollen.“ Luxemburg befindet sich gerade, was den Bereich Bildung anbelangt, im Aufbruch, erläuterte Lucie Waltzer von der Delegation des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend. „Wir wollen gestalten und das gut“, sagte sie im Namen der Arbeitsgruppe, die bewusst den Kontakt zu Bayern und ländlichen Strukturen gesucht hatte. Trotz aller Unterschiede zeigte sich, dass viele Fragestellungen in beiden Ländern ähnlich sind oder waren. So verzeichne Luxemburg viele Einpendler, auch Migration und die von Ben Schwarz angesprochene Heterogenität sei ein Thema, zumal in Kombination mit den vielen Stunden, die die Kinder „nicht zu Hause“ verbringen würden. Dadurch würden beispielsweise Rückzugsorte, Sprachförderung, Lernen im sozialen Miteinander sowie Inklusion aller Kinder große Bedeutung gewinnen. Die Erläuterungen von Lucie Waltzer bestätigten den Landrat in seiner Problemanalyse. Zum einen mache die Definition, dass Bildung Ländersache sei, vieles nicht einfacher. Zum anderen sei die Konstellation in Bayern, zwei verschiedene Ministerien (Kultus und Sozial) in Sachen „Ganztag“ am Start zu haben, „unglücklich“ – ein Umstand, den Luxemburg vor einigen Jahren abgeschafft hat. Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp (2. v.l.) führte über den Schulcampus „Wo wir Einfluss nehmen können auf die Gestaltung des Lernumfelds tun wir das“, beteuerte Schwarz, der Rolle und Aufgaben des Landkreises im Bildungssystem erklärte. „Das kennen auch viele Menschen bei uns nicht.“ Während Grund- und Mittelschulen bei Städten und Gemeinden angesiedelt seien, stünde der Kreis für Gymnasien, Real-, Förder- und Berufsschulen in der Pflicht. Allerdings auch „nur“ als Träger, „bedeutet Gebäude, Hausmeister, Reinigung…“. Das Personal, sprich die Lehrer, wiederum steuere der Freistaat bei. Das Stichwort Einflussnahme brachte ihn zurück zum Bildungsbüro, das er unter anderem als „Vernetzungsklebstoff“ sieht, das den Austausch relevanter Einrichtungen und Akteure anstößt, entwickelt und moderiert. Alles, unter dem übergeordneten Ziel, Bildung weiter zu optimieren. Dafür gibt es unter anderem das Steuergremium Bildung und den Bildungsbeirat. Beide wurden 2023 im Zuge der Etablierung des Bildungsbüros neu ins Leben gerufen, sie haben die Arbeitskreise, die es zuvor unter dem „Dach Bildung“ gab, abgelöst und deren ehemalige Mitglieder in die neue Gremienstruktur aufgenommen. Teils, weil deren ursprünglicher Auftrag bereits erledigt war, teils, weil sie trotz guter Startphasen und Impulsen in eine Art Schlummermodus verfallen waren. Nachfragen gab es auch zum Bildungsmonitoring. Ob nur Erwachsene befragt würden oder auch Kinder und Jugendliche? Lorena Fares, deren Stelle über das Programm „Bildungskommunen“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, berichtete von einer Bedarfsanalyse, die im Kontext des „Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz ab 2026/27“ initiiert wurde. Sie nahm die Anregung der Gäste, die auch die Meinungen von Schülerinnen und Schüler abfragen, gerne auf. Zumal sich „ihre“ Datenbank zudem auf Feedback der Veranstaltungen stütze, die meist auch eher Eltern seien. Das habe allerdings nicht nur praktische, sondern auch datenschutzrechtliche Gründe, relativierte sie. Lernlandschaft-Geschäftsführerin Karin Doberer und Lucie Waltzer waren sich einig, dass die Stimmen von Kindern und Jugendlichen sehr wichtig seien. Beide ermutigten, diese auf andere, moderne Methoden einzuholen. „Es muss nicht immer der klassische Feedbackbogen sein.“ Ein Impuls, den Christine Waitz und Lorena Fares schon lange üben, praktizieren sie doch beinahe täglich den Spagat zwischen bewährten Methoden und neuen Wegen. Wichtig ist ihnen, für die eigene Arbeit und Projekte Ideen und Impulse mitzunehmen, anderen aber auch immer etwas mitzugeben. Das gilt insbesondere für die Gremienarbeit, aber auch für jedes Gespräch und jede Kooperation. „Das ist uns eine Herzensangelegenheit“, betont Waitz. Eine, die nun den Weg nach Luxemburg gefunden hat.

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