Paralympics‑Bronzemedaillengewinner Lukas Gloßner zu Gast an der Wilhelm‑von‑Stieber‑Realschule
- Christine Waitz

- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Roth – Kurz vor den Weihnachtsferien bekamen die 10. Klassen der Wilhelm‑von‑Stieber‑Realschule einen ganz besonderen Impuls: Der Paralympics‑Athlet Lukas Gloßner war zu Gast und berichtete offen über seinen besonderen und eindrücklichen Weg in den internationalen Spitzensport.
Schulleiterin Susanne Steiner betonte die Bedeutung solcher Veranstaltungen: „Persönlichen Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen bereichern unseren Schulalltag und öffnen Perspektiven. Ich kenne die Geschichte von Lukas schon länger und hoffe, ihr nehmt für euch Erkenntnisse mit.“
Vom Unfall zur Paralympics-Medaille
Lukas Gloßner, geboren in Weißenburg, erlitt im Alter von 16 Jahren einen schweren Motorradunfall, der zu einer Querschnittlähmung führte. Der leidenschaftliche Fußballer und aktive junge Mann musste sich von einen Tag auf den anderen neu orientieren. Statt sich zurückzuziehen, suchte er nach neuen Möglichkeiten, aktiv zu bleiben, und fand sie im Rollstuhlbasketball.
Bereits ein Jahr nach dem Unfall begann er mit dem Para‑Sport, zunächst in regionalen Ligen und später national und international auf höchstem Niveau. Sein Wille und seine Durchsetzungskraft brachten ihn in die deutsche Nationalmannschaft im Rollstuhlbasketball. 2024 erreichte er mit seinem Team bei den Paralympics in Paris die Bronzemedaille, ein historischer Erfolg für die deutsche Mannschaft.
Doch mehr noch: Neben seinem Sport hat Lukas ein Studium im Bereich Digital Business Management absolviert und setzt sich sowohl sportlich als auch gesellschaftlich für Inklusion und Teamgeist ein.

Offener Austausch und Fragen, die bewegen
Nach seinem Vortrag beantwortete Lukas zahlreiche Fragen der Jugendlichen. Anfangs zögerlich, kamen immer mehr Themen auf, die die Jugendlichen beschätigten: „Kannst du Auto fahren?“, „Wie wichtig waren deine Freunde nach dem Unfall?“, "Wie teuer ist so ein Rolstuhl?" "Wie schafft man es, mit so einer Situation klarzukommen?“ Die Antwort auf diese Frage brachte seine Geschichte eindrücklich auf den Punkt: „Ich hatte ja keine Wahl. Klar gab es Tage, die richtig hart waren. Aber am nächsten Tag stand ich auf und war motiviert, das beste aus der Situation zu machen. Ich wollte für mich selbst immer weiter vorwärtskommen.“
Es waren beeindruckende zwei Schulstunden, die zeigten, wie Wille, Anpassungsfähigkeit und Durchhaltevermögen selbst in schwierigen Lebensphasen positive Wege eröffnen können.




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