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- Deine Bastelvorlage: Adventskalender zum Selbermachen in der FamilienApp
Du hast noch keinen Adventskalender oder möchtest spontan noch eine kleine Überraschung für eine liebe Person basteln? Dann hat das Bildungsbüro des Landkreises Roth etwas für Dich: Eine Bastelvorlage für einen Adventskalender zum Selberbasteln. Die Vorlage findet sich in der FamilienApp. Du kannst sie einfach zweimal ausdrucken und schon hast du die perfekte Grundlage für eine Advents-Überraschung.
- Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab 2026: Einladung zur Online-Elternumfrage
Bis zum 27. Oktober 2023 läuft die landkreisweite Umfrage zum Thema Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Die Umfrage richtet sich gezielt an Eltern von Kindergartenkindern und hat das Ziel, eine Einschätzung des zukünftigen Betreuungsbedarfs zu erhalten. Ab 2026 haben Eltern von Erstklässlern einen Anspruch auf Ganztagesbetreuung für ihre Sprösslinge. Auf Grundlage des bundesweiten Ganztagsförderungsgesetzes soll so unter anderem die Betreuungslücke geschlossen werden, die für viele Familien im Zuge der Einschulung entsteht. Was bedeutet das? Eltern können sich in Zukunft darauf verlassen, dass ihre Kinder montags bis freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr betreut werden. Auch in Ferien muss über einen festgelegten Zeitraum ein Angebot bestehen. 2026 können zunächst alle Grundschulkinder der ersten Klassen einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen. In den drei darauffolgenden Schuljahren wird dieser auf alle neuen ersten Klassen ausgeweitet, sodass zum Schuljahr 2029/30 für alle Grundschulkinder der ersten bis vierten Klassen Betreuungsmöglichkeiten vorhanden sein müssen. Umfrage hilft zukünftige Bedarfe besser abzuschätzen Die Umfrageergebnisse dienen dazu, eine erste Prognose darüber abgeben zu können, welche Bedarfe und Wünsche Eltern und Kinder an einen Betreuungsplatz haben. In einem zweiten Schritt wird dann geprüft, ob die aktuell im Landkreis Roth zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze ausreichen, um die Bedarfe abzudecken. Mit der Teilnahme tragen Eltern dazu bei, dass die Planungen vorangetrieben und Angebote im Landkreis weiterentwickelt werden können. Die Bearbeitung dauert nur wenige Minuten, auch eine englische Version der Umfrage ist verfügbar.
- Eine Lanze für Teenie-Eigenheiten: Tanja Rödig gibt Eltern Tipps für den Umgang mit Jugendlichen
„Sie merken schon, ich stehe ein bisschen auf der Seite der Kids, oder?“ Tanja Rödig steht in der Aula der Realschule Hilpoltstein und blickt in die Runde der fast 80 Eltern. Ihr Vortrag zum Thema „Ich mach‘ Dich stark“ ist der letzte in der vierteiligen Reihe schulübergreifender Elternabende der Bildungsregion Landkreis Roth und des Evangelischen Bildungswerkes im Dekanat Schwabach. Konflikte gibt es überall Die Eigenheiten der Kinder im Teenager-Alter scheinen bei vielen Familien ähnliche Konflikte aufzuwerfen: Immer wieder fragt die Expertin für innere Stärke und Persönlichkeitsentwicklung „Wer kennt das auch?“ in die Runde, immer wieder schnellen zahlreiche Hände in die Höhe. Die Therapeutin aus dem Rother Ortsteil Pfaffenhofen hat mit Ihren Imitationen der jugendlichen Attitüde auch regelmäßig die Lacher auf ihrer Seite. Hinter dem kurzweiligen Vortrag steckt jedoch ein ernsthafter Appell: „Haben Sie Verständnis für Ihr Kind!“ Denn vieles, was Jugendlichen gemeinhin negativ angekreidet wird, ist nicht absichtlich provokant, oder rebellisch. Es ist schlicht und einfach den körperlichen Veränderungen in der Pubertät geschuldet. Eltern erfahren, dass aufgrund von Neustrukturierungen im Gehirn die Logik, die in Kindertagen noch galt, erst einmal Pause hat und stattdessen das Gefühlschaos übernimmt. Sie erfahren, dass ein verschobener Schlafrhythmus und der erhöhte Bedarf an Ruhe und Auszeiten hormonelle Ursachen hat und dass der Impuls Glück zu empfinden höher sein muss, als zuvor. Was nicht selten zu Risikolust und dem Hang zu bestimmten Computerspielen führt. Die guten Seiten finden „Das meiste, von dem, was Sie als Angriff empfinden, ist also nicht persönlich gemeint“, betont die Referentin und bittet die Eltern um Nachsicht: „Schauen Sie doch lieber einmal auf die guten Fähigkeiten und Seiten Ihres Kindes!“ Und manch Elternteil fällt in der kurzen Diskussionspause auf, dass zwar zahlreiche negative Eigenschaften der Sprösslinge, aber nur wenige Positive direkt in den Sinn kommen. „Das hat mir wirklich einen anderen Blickwinkel eröffnet“, zieht eine Zuhörerin am Ende Fazit. Das Fazit zur gesamten Vortragsreihe fiel nach Ende der Veranstaltung durchwegs positiv aus: Von Vortrag zu Vortrag kamen mehr Eltern und es wurde deutlich, dass zu vielen Themen Informations- und Gesprächsbedarf besteht. Schon jetzt steht fest, dass das Veranstaltungsformat im nächsten Jahr mit neuen Themen fortgesetzt wird.
- Food checken, gesund snacken: Schüler*innen bereiten Pausensnacks zu
Thalmässing/ Rednitzhembach – „So ein Batz!“, strahlt ein Schüler der 5. Klasse der Thalmässinger Volksschule und knetet begeistert weiter mit beiden Händen im Teig. Aus der klebrigen Mischung aus Müsli, Joghurt, Zitronensaft und Aprikosenmarmelade entstehen im Anschluss „Energiekugeln“. Die kleinen Snacks werden von den Schülern verpackt und so für den Verkauf am nächsten Tag vorbereitet. Alternativen zu Fast Food finden „Food checken, gesund snacken“ nennt sich die Aktion, die die Bildungsregion und das Gesundheitsamt Landkreis Roth an der Volksschule Thalmässing und der Mittelschule Rednitzhembach an jeweils vier Tagen umsetzte. Gemeinsam mit Ernährungsberaterin Heidi Sessner wurde ein Konzept ausgearbeitet, das Kindern und Jugendlichen gesunde Pausen-Snacks näherbringen sollte. Statt den beliebten Energy-Drinks, Chips oder Gummibärchen wurden also „Energiekugeln“ produziert, Brot- und Pancake-Spieße gesteckt oder „Overnight Oats“ gemischt. Recht schnell war klar: Die oft bunten und schön anzusehenden Lebensmittel-Kreationen schmecken richtig gut! „Hätte ich nicht gedacht“, gibt ein Schüler der offenen Ganztagesgruppe der Mittelschule Rednitzhembach zu, „aber das hat auch noch richtig Spaß gemacht!“ Das freut eine der Initiatorinnen, Bildungskoordinatorin Christine Waitz: „Viel zu oft haben Schüler*innen ausschließlich stark verarbeitete Lebensmittel in den Pausen dabei. Wir wollten die Snacks zum Erlebnis machen, zeigen, dass Gesundes nicht kompliziert sein muss, Spaß macht und schließlich auch noch schmecken.“ Davon konnten sich die Schüler*innen nicht nur selbst überzeugen, sondern verkauften die Produkte in der nächsten Pause auch an ihre Mitschüler*innen. Kassenschlager waren die pinken „Himbeer-Bliss-Balls“ oder die schokoladigen „Overnight Oats“. „Toll und sehr wichtig!“, empfanden die teilnehmenden Schulen die Aktion. Schließlich ist eine gute Basis-Ernährung nicht nur für die körperliche, auch für die psychische Gesundheit ein elementarer Baustein. Schon im Vorfeld waren deshalb die Sozialpädagoginnen Susi Möller und Maria Jörg des Gesundheitsamtes Roth in den Klassen, um Fragen wie: „was hat Essen damit zu tun, dass es mir gut geht“ zu klären. Anhand einer Ressourcenblume wurden den Schüller*innen zudem Impulse zum Thema Selbstfürsorge gegeben.
- Wie gehe ich mit Aggressionen bei meinem Kind um? – Ein Plädoyer für Ehrlichkeit
Über 50 Eltern und Fachkräfte versammelten sich am 13. Juni 2023 zu einem schulübergreifenden Elternabend in der Schule am Stadtpark. Im dritten Teil der von der Bildungsregion Landkreis Roth und dem Evangelischen Bildungswerk organisierten Reihe widmete sich Eberhard Hadem der Frage „Wie gehe ich mit Aggressionen bei mir und meinem Kind um?“ Suche nach Lösungen Eine einfache Antwort, stellte sich im Verlauf des Abends heraus, gibt es darauf nicht. Und doch gab es zahlreiche Impulse, die die Eltern mit nach Hause nehmen konnten. Der vielleicht wichtigste: Statt Wut und Aggression abzulehnen und gar zu verbieten, wäre es zielführender, sie zuzulassen. Eberhard Hadem hielt ein Plädoyer für Ehrlichkeit im Umgang mit Emotionen, auch mit negativen. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Roth berichtete aus seiner eigenen Erfahrung, aus seiner Arbeit mit Jugendlichen und deren Eltern und bezog sich auf Texte des namhaften Therapeuten Jesper Juul. Statt die Aggression zu verbieten, müsse man auf das Kind zugehen und versuchen, die Hintergründe zu erfahren. „Warum bist Du wütend?“ Selbst wenn das Kind keine Antwort liefern kann oder will, fühle es sich gesehen, akzeptiert und mit all seinen Emotionen geliebt. „Darauf kommt es an!“, betonte Hadem. Kinder stark machen In Kleingruppen wurden im Anschluss Erfahrungen ausgetauscht und auf Lösungssuche gegangen. „Lassen Sie los davon, für Ihr Kind nach einer Lösung zu suchen“, bat der Theologe zum Abschluss die Anwesenden. „Ihr Kind benötigt Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Liebe und Ihre Akzeptanz! Damit machen Sie es so stark, dass es irgendwann selbst Wege findet.“ Kinder stark zu machen, darum geht es auch in der abschließenden Veranstaltung der vierteiligen Reihe. Am 12. Juli 2023 widmet sich Tanja Rödig dem Thema in der Realschule Hilpoltstein. Eine Anmeldung ist noch bis 6. Juli unter bildungsregion-roth.de möglich. Fotos: Anette Steines
- Mit dem Local Coach zum Praktikum: Eine Woche im Gartenbau-Betrieb bringt ganz neue Erfahrungen
Es ist früh am Morgen, die Luft ist frisch, die Erde riecht noch feucht von der Nacht. Alexander steigt gemeinsam mit dem Gärtner-Team in den Pritschenwagen und los geht es zur ersten Baustelle. Für den hörbehinderten Schüler der Regens-Wagner Berufsschule in Hilpoltstein ist das Praktikum etwas Besonderes: „Es ist aufregend und spannend, weil ich noch nie in einem Gartenbetrieb ein Praktikum absolviert habe.“ Vermittelt wurde das Praktikum im Rahmen der Local Coach Aktion der Bildungsregion Landkreis Roth. „Etwas anstrengend ist das frühe Aufstehen und der lange Arbeitstag, aber irgendwann findet man seinen Rhythmus dann macht es viel Spaß!,“ berichtet der Praktikant. Gemeinsam mit dem Grasshopper-Team ist er in verschiedenen Gärten und auf unterschiedlichen Baustellen unterwegs. Dass der 20-jährige eine Hörbehinderung hat, stellt in der Arbeit kein Problem dar: „Die Zusammenarbeit mit Alex hat super geklappt“, freut sich Tobias Sunkel, Chef der Firma. „Die Mitarbeiter waren sehr nett und freundlich, sie haben mir alles erklärt und gezeigt. Ich durfte beim Pflasterlegen unterstützen und auch mal die Arbeit an Maschinen ausprobieren – da hat mir noch nicht einmal der Regen etwas ausgemacht,“ freut sich der Schüler über die Chance. Zustande kam das Praktikum durch die Zusammenarbeit der Bildungsregion Landkreis Roth, die das Local Coach Projekt betreut, und der privaten Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung von Regens Wagner in Hilpoltstein. „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es oft nicht leicht Praktikumsplätze zu finden“, berichtete Konrektorin Irene Gajda im Vorgespräch. Gemeinsam mit einem Local Coach und Schülern wurde überlegt, wo und wie ein Praktikum zustande kommen könnte. „Der persönliche Einsatz der Berufs-Paten ist dann oft ein entscheidender Punkt dafür, dass es klappt“, weiß die Initiatorin des Local Coach Projekts und Bildungskoordinatorin im Landkreis, Christine Waitz. Geklappt hat es dieses Mal - und zwar richtig gut. Alexander, der das Gärtnern schon in der Schule gerne machte, hofft darauf, bald ein weiteres Praktikum in diesem Bereich antreten zu können und das Local Coach Projekt soll auch dabei Unterstützung leisten. Information zum Local Coach-Projekt „Local Coach“ ist ein Paten- und Mentoring Projekt der Bildungsregion Landkreis Roth. Local Coach kann jeder werden, der gerne Kinder, Jugendliche oder deren Familien unterstützen möchte. Gemeinsam Lese-Abenteuer erleben, auf Berufssuche gehen, Familienleben gestalten oder mit Sport und Bewegung aktiv werden: In allen Bereichen geht es darum, Freude und Faszination zu transportieren, das Patenkind oder den Mentee individuell zu unterstützen.
- Bildungsregion bietet Kindern mit Lese-Schwäche eine besondere Aktion auf der Burg Abenberg
Wenn beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens besondere Schwierigkeiten auftreten, spricht man von Legasthenie. Zwischen 4 und 9 Prozent eines Jahrgangs sind schätzungsweise von diesen Problemen betroffen. Verständlich, dass dadurch auch an anderen Stellen Hürden zu meistern sind. Die Bildungsregion Landkreis Roth hat Kinder, die aufgrund einer Legasthenie in Betreuung sind, zu einer ganz besonderen Aktion eingeladen, die Lust auf Geschichten und Lesen machen soll: Drei Tage lang dreht sich auf der Burg Abenberg alles rund um Rittergeschichten. Am Faschingsdienstag sorgen Erzähler Martin Ellrodt und die passende Verkleidung für viel Fantasie und die richtige Einstimmung, um gemeinsam an eigenen Rittergeschichten zu arbeiten. An den nächsten beiden Tagen übernehmen die Medien-Experten von Parabol und produzieren mit den Kindern ein eigenes Hörspiel. „Wir hoffen den Kindern damit die Faszination, die Geschichten haben, nahe zu bringen, den Spaß, den Lesen bringen kann, aufzuzeigen und Hemmschwellen abzubauen,“ sagt Bildungskoordinatorin Christine Waitz über die Intention des Angebots. Lesepaten gesucht Mit dabei sind auch die Lesepaten des „Local Coach“ Projekts der Bildungsregion. Sie können mitwirken und sich von Erzähl-Profi Martin Ellrodt Tipps holen. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Lesepaten und Lesepatinnen“, betont Christine Waitz, „und würden uns freuen, wenn Interessierte die Gelegenheit ergreifen und zu der Aktion hinzukommen würden!“ Was ist das Local Coach Projekt? Link zur Projektübersicht. Bei Interesse an einer Lesepatenschaft steht Ihnen Christine Waitz vormittags von 7.00 bis 11.00 Uhr unter der Telefonnummer 09171-81-1307 für Fragen und eine Anmeldung zur Verfügung.
- Schätze, Geister, Diebe: Kinder produzieren Hörspiele auf Burg Abenberg
Schritte knirschen auf dem Schotter. Im Hintergrund ein Schrei. Der junge Erzähler flüstert ins Mikrofon. Drei Tage lang überlegten sich Kinder auf der Burg Abenberg spannende Geschichten und ließen ihrer Fantasie freien Lauf. Heraus kamen zwei Hörspiele. Die Aktion der Bildungsregion Landkreis Roth in Kooperation mit den Museen Burg Abenberg kam gut an und machte Lust auf Mehr. Lust auf Geschichten wecken „Gerade den Kindern, die sonst nicht so viel Spaß an Lesen oder Geschichten haben, wollten wir ein positives Erlebnis bieten“, sagt Bildungskoordinatorin und Initiatorin der Aktion, Christine Waitz. Es dauerte nicht lange, bevor die jungen Teilnehmenden am ersten Tag begeistert Ideen an Erzähler Martin Ellrodt herantrugen: Bis zum Nachmittag hatten die Kinder die Burg Abenberg bis in jeden Winkel erkundet, sich auf dem Turm und in der Ausstellung Inspirationen geholt und mehrere spannende Geschichten ersonnen. Nicht fehlen durften darin natürlich Geister, Schätze und Diebe. Aber auch „Ghostbusters“ bekamen einen Auftritt. Von der Geschichte zum Hörspiel An den nächsten beiden Tagen ging es gemeinsam mit dem Medien-Team von Parabol an das Umsetzen der Geschichten in Hörspiele. Die Grüppchen zogen mit Mikrofon und Rekorder durch die Burg, nahmen quietschende Türen, Schritte auf dem Kies, Geisterstimmen auf. Am Computer wurde passende Hintergrundmusik ausgesucht und mit Unterstützung des Medien-Teams wurden die Hörspiele produziert. „Das war ein echtes Highlight zum diesjährigen Museumsstart“, meint auch Museumsleiterin Kerstin Bienert, die gemeinsam mit Museumspädagogin Barbara Heckl die Aktion seitens der Burg Abenberg betreute. Beide schätzten besonders positiv die vielen Möglichkeiten für die Kinder selbst etwas phantasievoll und kreativ zu gestalten.
- Bewusstsein für Mobbing schaffen – Vortrag und Austausch
Komplex, oft schwer erkennbar und in jeder Gruppe anders – Mobbing ist ein Problem, das sehr schwer zu greifen ist. Eindrücklich machte das Marica Münch in Ihrem Vortrag „Mein Kind und Mobbing“ klar, der vergangenen Donnerstag rund 50 Eltern aus allen Schulen in die Kulturfabrik zog. Mobbing, das sind Handlungen negativer Art, die vorsätzlich und über längeren Zeitraum durch einen oder mehrere Personen gegen eine*n Mitschüler*in gerichtet sind. Treffen kann es jede*n und Wege aus dem System sind oft schwierig – auch das wurde im Rahmen der Veranstaltung, die durch das Evangelische Bildungswerk Schwabach (ebw) und die Bildungsregion im Landkreis Roth organisiert wurde, deutlich. Mobbing betrifft alle Nach dem Impulsvortrag kamen die Eltern mit der Referentin ins Gespräch. Dabei sind Schulen die Orte, in denen das Mobbing meist stattfindet, wie die Eltern zu berichten wissen. „Mobbing tritt vor allem in Zwangsgemeinschaften auf,“ bestätigt Marica Münch. Was tun, wenn Mobbing nicht nur das eigene Kind, sondern zunehmend, und das spürt man im Gespräch, auch die Familie belastet? - Eine einfache Antwort gibt es nicht, wird schnell klar. Während sich am Anfang das System, das hinter Mobbing steckt, noch mit kleineren Interventionen auflösen lässt, wird es mit der Zeit zunehmend schwieriger. Bewusstsein für Mobbing muss in Schulen vorhanden sein Grundvoraussetzung für Prävention ebenso wie für Intervention ist, dass ein Bewusstsein für das Thema in der Schule herrscht und dass Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen und die Schulleitung offene Augen und Ohren haben und auch als Ansprechpartner*innen da sind. Eben dort setzt auch Marica Münchs Arbeit an: Sie ist Lehrbeauftragte an der Fakultät für Sozialwissenschaften der TH Nürnberg und vermittelt unter anderem „Mobbing im Kontext Schule“ an angehende Lehrer*innen. „Hier ist noch viel Bedarf“, findet Sie und sieht das nicht nur an ihren voll belegten Vorlesungen, sondern auch an ihrer Arbeit in und mit Schulen. Nächster Termin für schulübergreifenden Elternabend zum Thema „Mein Kind, sein Handy und ich“ Mit ebenso viel Gesprächsbedarf, wie zum Thema Mobbing, rechnen die Organisatoren Ulrike Bartelt (ebw) und Christine Waitz (Bildungsregion) beim nächsten Termin der vierteiligen Serie. Heinrike Paulus erarbeitet gemeinsam mit den Eltern Infos und Strategien zum Thema „Mein Kind, sein Handy und ich“. Los geht es am 24. Mai um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Rednitzhembach. Der Eintritt ist frei.
- Newsletter der Bildungsregion im Mai 2023
Was bewegt sich in der Bildungsregion Landkreis Roth? Welche Projekte und Veranstaltungen stehen an und was gibt es Neues aus dem Netzwerk? All diese Fragen beantwortet der regelmäßig erscheinende PDF-Newsletter der Bildungsregion. Die Themen im Mai 2023: Infos & Austausch für Eltern und Interessierte zu den Themen Mobbing Mobiltelefon Aggressionen Teenies Local Coaches verfügbar (Ver-)Stärkung (in) der Bildungsregion und mehr... Gerne senden wir Ihnen den Newsletter auch per E-Mail. Melden Sie sich dazu unter bildungsregion@landratsamt-roth.de an.
- Workshop und Vortrag für Fachkräfte und Pädagogik vermittelte Strategien für mehr Resilienz
Resilienz gilt als „das Immunsystem der Seele“. Gerade für diejenigen, die in Pflege- oder Lehrberufen arbeiten, ist ein robustes und gut funktionierendes Seelen-Immunsystem wichtig – denn allzu oft werden sie mit herausfordernden Situationen konfrontiert, stehen unter hohem Druck und sind emotional gefordert. Ein Workshop und ein Vortrag im Landratsamt Roth gaben Impulse, wie die eigene Resilienz trainiert werden kann. Zwei Referentinnen begeisterten Teilnehmende „Und, was ist Ihre größte Schwäche?“ Gleich zu Beginn forderte Referentin Claudia Pusch die Teilnehmenden des Workshops auf, sich gegenseitig zu offenbaren. Die gegenüberstehende Person musste oft nur kurz überlegen, um zu sehen, dass die vermeintliche Schwäche auch ganz viele positive Effekte hat, Möglichkeiten schafft und jemanden positiv auszeichnet. Und schon waren die Teilnehmenden – allesamt in Pflege- oder pädagogischen Berufen aktiv – mitten drin im Thema. Denn wer an seiner eigenen Resilienz arbeiten möchte, muss besonders seine Ressourcen, seine Stärken, seine Kompetenzen und Fähigkeiten kennen. Wie man damit Schwierigkeiten meistern kann, ergänzte Maria Neophytou. Die Systemische Therapeutin und Lehrdozentin war bereits zum zweiten Mal als Referentin im Landkreis Roth zu Gast. Vortrag am Nachmittag Dem Workshop am Vormittag folgte ein Vortrag am Nachmittag. Die beiden Referentinnen brachten dem Publikum unter dem Titel „Stark in stürmischen Zeiten“ Strategien nahe, um nicht unterzugehen. „Da bekommt man einen ganz anderen Blick auf Probleme“, gab eine Teilnehmerin Rückmeldung und formuliert ihre Aussage schnell noch einmal um: „Also eigentlich richtet man ja den Fokus plötzlich auf die Lösung.“ Auch das weitere Feedback der Teilnehmenden zu Workshop und Vortrag, beides organisiert von Regionalmanagement und Bildungsregion Landkreis Roth, war rundum positiv.
- Inklusions-Triathlon-Tag im Auhof: Wenn Sport verbindet
„Kräftig vom Beckenrand abstoßen und so weit wie möglich gleiten!“, während Christine Waitz die Übung am Beckenrand lautstark erklärt, steht neben ihr Ines Kretschmer, die für die gehörlosen Teilnehmenden in Gebärden übersetzt. Und dann geht es los: Die rund 20 Teilnehmenden strengen sich mächtig an und tauchen fast ganz durch das kleine Lehrschwimmbecken im Auhof in Hilpoltstein. Das Schwimmen war nur der Auftakt zum Inklusions-Triathlon-Tag des Auhof, des Bayerischen Triathlon-Verbandes und der Bildungsregion Landkreis Roth. Inklusion rückwärts „Wir wollen Inklusion einfach einmal rückwärts machen“, erklärt Maona Hölck, Case-Managerin im Auhof, die Motivation der Einrichtung für Behinderte der Rummelsberger Diakonie, den Inklusions-Tag zu initiieren. „Wir wollten Menschen mit und ohne Behinderung zu uns einladen, um Begegnungen zu ermöglichen – und was sonst, als Triathlon, wäre hier besser geeignet?“ So versammelten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis, aber auch aus ganz Bayern in Hilpoltstein. Von der Grundschülerin, über Jugendliche, bis hin zum Erwachsenen. Ohne Behinderung, mit Hörbehinderung, mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen – das Feld der Teilnehmenden war bunt gemischt. Begeisterte Teilnehmer*innen Nach dem Schwimmen am Morgen sorgten der Auhof und die Pyraser Landbrauerei für die Mittagsverpflegung und damit für die notwendige Energie für ein Rad- und Wechseltraining, sowie einen gemeinsamen Lauf mit Zieljubel und Medaille am Nachmittag. Durch das Programm begleitete der Beauftragte für Sportentwicklung im Bayerischen Triathlon-Verband, Tim Feuerlein, der von Mitgliedern der Triathlon-Abteilung des RC Wendelstein tatkräftig unterstützt wurde. Sie sorgten auch für die passende Stimmung und den Jubel zum abschließenden Zieleinlauf am Dorfplatz. Die Begeisterung war den Läuferinnen und Läufern ins Gesicht geschrieben. „Das ist meine allererste Medaille!“, jubelte eine der jungen Teilnehmerinnen und Schülerin der Comenius Schule. Ein anderer gebärdet und spricht gleichzeitig: „So eine tolle Aktion! Nächstes Jahr wieder?“ Das Fazit der Verantwortlichen des Auhof, des Bayerischen Triathlon-Verbandes, der Bildungsregion Landkreis Roth und aller Teilnehmenden lautete einstimmig: „Eine Wiederholung ist fest eingeplant.“











