"Ich wand're durch Theresienstadt..." - Ein Konzert gegen das Vergessen
Abschlusskonzert mit dem Ensemble Opus 45, Schauspieler Roman Knižka, Schülerinnen und Schülern sowie dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube
Am 4. Oktober um 18 Uhr findet im Gymnasium Wendelstein das Abschlusskonzert des Projekts „Ich wand're durch Theresienstadt …“ mit dem Ensemble Opus 45, Schauspieler Roman Knižka, Schülerinnen und Schülern der Gymnasien Wendelstein und Hilpoltstein sowie dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube statt.
Hinter dem Gemeinschaftsprojekt, das sich auf künstlerische Weise mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Erinnerungskultur und der Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten auseinandersetzt, steht u.a. das Förderprogram Demokratie leben!.

Bildquelle: Daniel Haecker Photography
Musik als Ausdruck von Hoffnung und Selbstbehauptung
Die musikalische Lesung „Ich wand’re durch Theresienstadt …“ erinnert an das Leid, die Hoffnungen und die künstlerische Selbstbehauptung der inhaftierten Jüdinnen und Juden im Lager Theresienstadt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Schicksalen der damals jungen Menschen.
Im Jahr 1941 errichtete die SS in der böhmischen Stadt Terezín das Lager Theresienstadt. Für viele war dieser Ort ein „Vorhof der Hölle“ – die letzte Station vor der Deportation in Vernichtungslager wie Auschwitz-Birkenau. Theresienstadt diente bis 1945 als Gefängnis für 150.000 deutsche, österreichische, tschechische, holländische und dänische Jüdinnen und Juden. Jede und jeder Vierte starb dort. Von den fast 15.000 Kindern, die in das Ghetto gebracht wurden, überlebten nur 132.
Erinnerung lebendig halten
Trotz Hunger, Krankheit, Zwangsarbeit und Todesangst entwickelte sich in Theresienstadt ein bemerkenswertes kulturelles Leben: Vorträge, Kabarett, Jazzkonzerte, Opern- und Theateraufführungen sowie zahlreiche Kammermusikdarbietungen. Die Werke dieser Komponisten gerieten lange in Vergessenheit und werden in diesem Konzert neu ins Bewusstsein gerückt.
Das Konzert verbindet damit musikalische Erinnerung mit der Auseinandersetzung junger Menschen mit der Geschichte. Im Anschluss findet ein Zeitzeugengespräch mit Ernst Grube statt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link: https://www.landratsamt-roth.de/news/licht-in-dunklen-stunden




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